Full text : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

22  I.  Abh.  Erster  Abschnitt.  Zweites  Kapitel.
Wässer  der  Gräben,  oder  Moräste,  und  in  diesen  Gewässern ¬
  pflegt  er  sich  zu  begatten.
§.  21.
Obgleich  das  Männgen  dieser  Frösche,  bei  der
Begattung,  sich  an  das  Weibgen  fest  mit  seinen  vordern
Schenkeln  anklammert,  so  legt  es  doch  dieselben  nicht
auf  solche  Art  und  Weise,  daß  sie  unter  die  Brust  zu
liegen  kommen,  wie  man  diesen  Umstand  besonders  bei
dem  grünen  Wasserfrosche  wahrnimt  (§.  6.);  sondern
es  strekt  sie  so  weit  aus,  daß  sie  unter  die  Achseln  des
Weibgens  treffen;  und  dadurch  entgeht  der  weibliche
Laubfrosch  den  Zufällen,  welche  dem  grünen  Wasserfrosche ¬
  während  der  Begattung  wiederfahren,  dessen
Weibgen  öfters  noch  vor  geendigter  Begattung  umkömt, ¬
  indem  auf  der  Brust  Quetschungen,  ja  wohl  gar
Brüche,  durch  das  heftige  Zusammendrükken  von  dem
Männgen  verursacht  werden.
§.  22.
Die  Begattung  dieser  Frösche  dauert  bisweilen
nach  Rösels  Bemerkung,  drei  Tage,  bisweilen  währt
sie  auch  nur  einen  einzigen:  ich  habe  sie  in  einer  Zeit
von  etlichen  Stunden  sehen  vorüber  gehn:  doch  das
kan  Wirkung  vom  heissen  Himmelsstriche  sein,  welcher ¬
  die  Begattung  sehr  befördert  und  ihre  Dauer
abkürzt.
§.  23.
Rösel  berichtet,  daß  das  Weibgen,  indem  es
während  der  Begattung  mit  dem  Männgen  vereinigt
ist,
            
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