Ueber die Erzeugung verschiedner Pflanzen. 371
des Schleimkörpergens, oder auch der beiden Saamenblätter ¬
nebst ihrem Pflänzgen, so sehr überein, daß es
mir ganz unnöthig scheint, von allen diesen Dingen ins
besondre zu handeln. Dieß einzige will ich nur noch
hinzu setzen, daß es mir vorgekommen ist, daß das
Pflänzgen mit seinen Saamenblättern länger außen
bleibe, als in dem Kürbis.
Nach allen diesen angestelten Beobachtungen hielt ich
es nicht für überflüßig, noch mehrere mit andern Pflanzen ¬
zu unternehmen, wie etwan zum Beispiel mit der
Ketmia, Hybiscus Syriacus, der großen Malve, Alcea
Rosea, dem Bärenklau, Acanthus mollis, der blauen
Winde, Convolvulus purpureus, dem Basilikon, Ocymum
basilicum, der Melone, Cucurbita citrullus, Hanf, Cannabis ¬
sativa, und Hundskohl, Mercurialis annua. Alle
diese Beobachtungen stimten darinne überein, daß sich
die Kerne vor der Reife und vor der Befruchtung,
oder der Action des Blumenstaubes sehen ließen, dahingegen ¬
die Saamenblätter (lobes) erst nachher sichtbar
wurden. Dieses Generalresultat meiner sämtlichen
Beobachtungen ist demjenigen völlig gleich, das auch Dü
Hamel aus den, in seiner Naturlehre der Bäume, ¬
angezogenen Beobachtungen erhalten hat. An
den Orten, wo er von der Bildung der Kerne in den
Kernfruchtbäumen handelt, Mandeln, Pfirsigen, Pflaumen, ¬
Kirschen und dergleichen mehr, zeigt er, aus Beispielen, ¬
daß, bei Eröffnung eines zur vollen Reife gelangten ¬
Kernes, dessen Frucht aber, ohnerachtet der längst
verflossenen Befruchtungszeit, noch grün, und der Kern
voller klebrichten Feuchtigkeit ist, man nun innerlich ¬
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