Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Zusaz  des  Herrn  Spallanzani.
349
zen,  als  die  Bastarde  (jumart.)  vom  Ochsen  und  der
Eselin.  Sie  werden  wissen,  daß  man  izt  dreierlei  Arten ¬
  hat.  Die  eine  Art  ist  diejenige,  welche  von  einem
Stiere  und  einer  Stute  kommen;  die  andre  Art  von
einem  Esel  und  einer  Kuh,  und  die  dritte  von  einem
Stiere  und  einer  Eselin.  Die  Herren  Leger  und  Staw
nehmen  die  Existenz  gedachter  Bastarde,  ohn  alles  Bedenken, ¬
  als  ausgemachte  Wahrheiten  an.  Herr  von
Büffon  hingegen  betrachtet  dieselben  in  seiner  Naturgeschichte ¬
  als  Werke  der  Einbildung.  Indessen  aber  zeigt
er  doch  in  seinen  Supplementen  zu  gedachten  Werke,
seine  Ungewißheit  in  dieser  Sache,  und  giebt  sie,  ohne
Leugnen,  doch  noch  nicht  völlig  zu.
Herr  Bourgelat,  General=Inspektor  der  Bieharzneischulen ¬
  in  Frankreich,  hat  dem  Herrn  Bonnet
in  einem  Schreiben  gemeldet,  daß  er  Besitzer  von  verschiednen ¬
  Bastarden  nur  gedachter  Art  sei,  und  man
hat  auch  eines  dieser  Thiere,  unter  seiner  Aufsicht,  zu
Lion  in  der  Vieharzneischule  zergliedert:  er  theilt  ihm
in  eben  diesem  Briefe  die  anatomischen  Umstände  und
Abweichungen  mit;  das  anerkante  Ansehn  dieses  Mannes ¬
  kan  uns  für  die  Wahrheit  eine  volle  Bürgschaft
leisten.  Da  wir  nun  die  Existenz  dieser  Bastarde  als
erwiesen  annehmen  können;  so  wünschte  ich  sehr,  daß
man  auf  eine  weitere  Vermehrung  bedacht  wäre,  weil  dieselbe ¬
  am  allermeisten  geschikt  wäre,  über  das  Erzeugungsgeschäfte ¬
  das  gröste  Licht  zu  verbreiten,  und  man  auch,
durch  die  Anwendung  der  Stärke  dieser  Thiere,  den
grösten  Vortheil  genießen  könte.  Die  natürliche  Begat= ¬

            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer