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Zusaz des Herrn Spallanzani.
den weissen milchigten Saft, den die gereizten Salamander ¬
durch die Haut von sich geben, süßen Pomeranzensaft, =
item verschiedne Flüssigkeiten von saurer und
laugenhafter Art. Ich habe auch alle Säfte und alle
Flüssigkeiten, die vom Männgen und Weibgen zu erlangen ¬
sind, angewendet, nur aber muß ich gestehn allzeit
ohne glüklichen Erfolg, den Urin des Frosches ausgenommen. ¬
Das Besondre dieser Sache erfordert
Zergliederungen.
Wenn man den Frosch geöffnet und die Gedärme
aufgehoben hat, fält einem sogleich die Blase, beide
Saamenbläsgen und die Hoden in's Gesichte. Die
Urinblase ist gleichsam in zwei Theile abgesondert und
ist viel größer, denn die Saamenbläsgen: wenn man
nur eine Abtheilung der Blase öffnet, geht der ganze
Urin heraus, woraus man sieht, daß die gedachten beiden ¬
Theile Gemeinschaft haben müssen. Mit diesem
Urine habe ich Larven befruchtet, und nur bisweilen
sind einige ohne Leben geblieben, aber meistentheils haben ¬
sie sich recht güt entwikkelt. Aber hatte ich auch
etwan bei dieser Blasenöffnung, die Saamenbläsgen
zugleich verlezt, und konte nicht etwan der Saamen
sich mit dem Urine vermischt haben? Diese Besorgniß
veranlaste mich zur Wiederholung dieses Experiment's,
welches ich auch nun mit gröster Sorgfalt anstelte. Ich
durchstach behutsam die Blase, und brachte ein spitziges
Röhrgen in die Oeffnung, u. durch saugen den Urin, ohne
alle Verletzung andrer Theile, heraus, dessen ich mich
sodann zur Befruchtung einer Parthie Larven bediente,
davon auch die Hälfte glüklich zum Leben kam.
Ist
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