II. Abhandlung. Fünftes Kapitel.
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dachte Wasser länger im Eise läst, fält die befruchtende
Kraft weg: allenfals kan es ohne Nachtheil anderthalb ¬
Stunde in der Eisgrube bleiben: die Kraft geht
auch verlohren, wenn man das besaamte Wasser gefrieren, ¬
und einige Zeit gefroren stehn läst: sodann ist
die Mühe, die man sich durch Benetzung der Larven
mit dem aufgethaueten Wasser macht, vergebens: hat
aber das Wasser nur eine kleine Weile gefroren gestanden, ¬
so erhält es noch etwas von seiner befruchtenden
Wirkung.
Bisher haben wir die Befruchtung mit besaamtem
Wasser, das der Kälte ausgesezt war, und sodann die
Temperatur der Luft wieder angenommen hatte, versucht; ¬
würde sich nun wohl diese aus Wasser und Saamen =
gemachte Mischung gleich stark in seiner Wirkung
beweisen, wenn man dieselbe eine Viertelstunde im Eise
gelassen, und dann auch so ganz kalt zur Befruchtung
der Larven angewendet hätte? aber ich fand, daß unter
diesen Umständen keine Befruchtung statt hatte.
So ist es auch mit den Hoden, wenn man sie gefrieren ¬
läst, beschaffen: ihr Saft verliehrt die befruchtende ¬
Eigenschaft, wenn man ihn auch nachher in freier
Luft anwendet.
Wenn man aber das mit Saamen geschwängerte
Wasser bis zum zwanzigsten Grad erwärmt, und es
wieder verkühlen läst, so werden die damit benezten
Larven davon belebt: sezt man auch dieses Saamenwasser ¬
einer Wärme von fünf und zwanzig Grad aus,
so behält es noch immer seine befruchtende Eigenschaft
recht