Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Zusaz  des  Herrn  Spallanzani.
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kam  zum  Leben:  hatte  ich  aber  die  Hoden  zuvor  in
zwei  und  mehrere  Stükke  zerschnitten,  so  wurden  verschiedne ¬
  davon  belebt.
VIII.
Vergeblich  versuchte  Mittel,  des  Saamens  befruchtende
Kräfte  zu  erhalten.
Ich  habe  schon  gezeigt,  daß,  so  wie  die  Hitze  dem
Saamen  seine  befruchtende  Kraft  raubt,  sie  die  Kälte
lange  Zeit  beisammen  hält.  Ich  bin  wieder  auf  diese
Versuche  gefallen,  die  ich  weiter  unten  anführen  will.
Andre  Versuche  von  dieser  Art  haben  keine  gute  Wirkung ¬
  gethan.  Zugeschmolzne  Gläser  haben  die  befruchtende ¬
  Kraft  des  mit  Wasser  vermischten  Saamens  sowohl, ¬
  als  der  Feuchtigkeit  aus  den  ausgepresten  Hoden, ¬
  nicht  länger  erhalten  können,  als  es  in  freier  Luft
geschehen  wäre.  Ich  habe  auch  auf  diese  Mischung
von  Wasser  und  Saamen  Olivenöl  gegossen,  ferner
die  Hoden  in  Honig  oder  geschmolznes  Wachs  gelegt:
beim  Herausnehmen  fand  ich,  daß  sie  drei  ganzer  Tageunversehrt, ¬
  und  völlig  bei  Safte  geblieben  waren;  doch
aber  war  die  daraus  gezogene  Feuchtigkeit  ohne  befruchtende ¬
  Wirkung,
IX.
Kälte  und  Hitze,  wenn  beide  einen  gewissen  Grad  erreicht
haben,  sind  der  Kraft  des  Saamens  nachtheilig.
Wenn  besaamtes  Wasser  ohngefähr  eine  halbe
Stunde  in  der  Eisgrube  gestanden  hat,  und  man  es  dann
in  freie  Luft  sezt,  werden  die  damit  befeuchteten  Larven ¬
  auch  kräftig  befruchtet:  wenn  man  aber  das  gedachte =

            
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