Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

II.  Abhandlung.  Fünftes  Kapitel.
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Ferner,  wenn  man  auf  einem  Brete  die  Hoden
eines  Frosches  ausprest,  hernach  den  ausgepresten  Saft
fast  gänzlich  vertroknen  läst,  und  mit  dem  noch  nicht
völlig  vertrokneten  Theile  Larven  befeuchtet,  so  kommen ¬
  sie  doch  nicht  zum  Leben.
Ich  habe  gezeigt,  daß  der  befruchtende  Theil  des
Saamens  nicht  der  flüchtige,  (aura  spermatica)
noch  der  feinste  desselben,  sondern  der  sichtbare  Theil
sei.  Unterdessen  sieht  man  hier  von  einer  andern  Seite,
daß  der  Ueberrest,  ja  auch  sein  erdigter  Theil
(caput  mortuun)  zur  Befruchtung  untauglich  war.
VI.
Aehnliche  Versuche  mit  den  Hoden  von  Fröschen.
Verschiedne  Larven  waren  mit  dem  Safte  einer
Hode,  die  eine  halbe  Stunde  in  freier  Luft  gelegen
hatte,  befeuchtet  worden,  aber  von  denen  war  die  Anzahl =
  der  Belebten  nicht  groß:  im  Gegentheil  aber,  war
die  Zahl  der  belebten  Larven  noch  kleiner,  die  ich  mit
dem  Safte  einer  in  zwei  Stükke  zertheilten,  und  eine
halbe  Stunde  in  freier  Luft  gelegner  Hode,  befeuchtete:
die  Ursache  des  Unterschieds,  scheint  ganz  klar  zu  sein,
und  man  begreift  leicht,  warum  eine  Hode  zur  Befruchtung ¬
  untauglich  wird,  wenn  dieselbe  eine  Viertelstunde ¬
  zerstükt,  in  freier  Luft  gelegen  hat.
VII.
Kan  das  Wasser  zur  Befruchtung  dienen,  worinne  ein  ganzer
oder  ein  zerschnittener  Hode  gelegen  hat?
Ich  legte  verschiedne  Larven  zu  gleicher  Zeit  mit
ganzen  Hoden  ins  Wasser,  aber  keine  von  den  Larven
kam
            
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