328 II. Abhandlung. Fünftes Kapitel.
lung, welche nächstens erscheinen soll, einzurükken
gedenke.
Bet der übereilten Zergliederung dieser Kröte, welche ¬
zu Genthod bei dem Herrn Bonnet gemacht wurde, ¬
bestimte man nicht einmal, ob es ein Weibgen
wäre, dieser Umstand verdiente doch hauptsächlich bekant ¬
gemacht zu werden, weil die Naturforscher noch
nicht entschieden haben, ob die Kröte, die ihre Jungen
auf den Rükken trägt, das Weibgen ist. Ich habe
bald gefunden, daß diese Kröte das Weibgen ist. So
viel ist gewiß, daß das Weibgen keine Gebärmutter ¬
hat und die Elerstökke nicht deutlich zu sehen ¬
sind: aber die Röhren derselben, die man nur im
Weibgen antrift, sind sehr deutlich zu sehen, und man
darf gar nicht fürchten, die abführenden Gefäße (vasa
deferentia) für die Eierstökke anzusehen. Denn da die
Weibgen keine Hoden haben, so vereinigen sich die
Muttertkompeten sodann mit dem untersten Ende in
einen einzigen Stam, der sich in den After einsenkt,
und welcher mit seinem obersten Ende sich in der Gegend ¬
des Herzens verliert. Alle Untersuchungen, die
ich gemacht habe, um zu sehen, ob die Röhren der
Mutter mit dem Rükken Gemeinschaft hätten, sind vergeblich ¬
gewesen.
Die zweite Beobachtung betrift den Zustand, den
die Jungen dieser Kröten in ihren Höhlen oder Zellen
auf dem Rükken erleiden: denn diejenigen, die ich
lezthin gesehn habe, waren noch nicht so weit entwikkelt, =
als die zu Genthod: aber diese noch etwas unvolkomne ¬
Entwikkelung entdekte mir eine andere Wahrheit, ¬