Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Zusaz  des  Herrn  Spallanzani.
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Tiefe  von  siebendehalb  Zoll,  fiengen  sich  erst  an,  Larven ¬
  mit  gutem  Erfolge  zu  beleben.  Man  sahe,  daß  da,
wo  die  Röhre  bis  auf  einen  gewissen  Grad  enge  war,
keine  Larve  belebt  wurde.  Um  nun  in  dieser  Sache
gewiß  zu  werden,  ob  der  enge  Durchmesser  der  Röhre
oder  die  große  Tiefe  des  Wassers  dazu  beitrügen,  öffnete ¬
  ich  die  bisher  zugeschmolzne  Spitze,  und  verwahrte
nun  die  Röhre  an  ihrem  untern  weiten  Theile  durchs
Zuschmelzen,  kehrte  die  Röhre  um,  so,  daß  die  Spitze
unten  und  der  weite  Theil  oben  kam,  fülte  sie  mit  Wasser, ¬
  und  sezte  befruchtete  Larven  in  verschiedner  Höhe
hinein.  Nunmehr  kamen  alle  Larven,  vom  Boden  an,
bis  zu  einer  gewissen  Höhe  in  der  Röhre,  zum  Leben,
da  indeß  die  etwas  höher  und  in  dem  engern  Theile
der  Röhre  befindlichen,  nicht  belebt  wurden.  Also
war  es  nicht  die  Tiefe  des  Wassers,  sondern  der
enge  Durchmesser,  was  der  Entwikkelung  widerstand.
Dieser  Schluß  wurde  durch  nachstehenden  Versuch ¬
  bekräftigt.  Ich  fülte  eine  Glasröhre  sechzehn  Zoll
hoch  mit  Wasser;  diese  Röhre  hatte  also  sieben  Zoll
mehr  Länge  als  die  vorige.  Auch  in  diese  sezte  ich  befruchtete ¬
  Larven  in  verschiedner  Höhe  hinein.  Von
dem  Boden  an  bis  zur  äußersten  Höhe,  wurden  sie
alle  lebendig.  Dies  Experiment  wiederholte  ich  unter
völlig  gleichen  Umständen  mit  einem  Glase,  das  vier
Zoll  weit  war.  In  diesem  kamen  die  Larven  von  oben
bis  unten  alle  zum  Leben,  doch  nicht  in  eben  der  Anzahl ¬
  wie  in  voriger  Röhre.  Nun  nahm  ich  eine  andre
Röhre,  von  eben  der  Höhe,  die  aber  nur  ein  Drittel
Zoll  weit  war,  hierinne  kamen  nur  fünf  Larven  zur
EntX =
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