Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

16  I.  Abh.  Erster  Abschnitt.  Erstes  Kapitel.
Erhöhungen  endigt:  und  da  sodann  das  Ei  in  der  Länge ¬
  zunimt,  so  wird  es  auch  überhaupt  verhältnißmäßig ¬
  größer;  und  seine  innere  Haut,  von  der  es  umgeben ¬
  ist,  muß  sich  erweitern.  Man  sehe  Nummer  1.
Figur  II.  in  Vergleichung  mit  Nummer  2.  Figur.  I.
Sobald  man  die  Entwikkelung  dieser  Eier  mit  forschendem ¬
  Auge  verfolgt;  so  nimt  man  gar  bald  wahr,
daß  es  nicht  sowohl  Eier,  wie  der  größte  Theil  berühmter ¬
  Naturforscher  glaubt,  sondern  wahre  Larven
sind:  die  kleine  Vertiefung,  und  die  obgedachten  Erhöhungen, ¬
  geben  dem  vermeintlichen  Eie  nun  eine  zujespizte ¬
  Jestalt;  alsdann  schwillt  die  dunkelweisse
Hälfte  ein  wenig  auf,  und  die  schwarze  krümt  sich:  sehr
bald  sieht  man  nun,  daß  der  zugespizte  Theil  der
Schwanz,  und  das  übrige  der  Körper,  von  der  Larve
ist;  aber  das  Ei  nimt  nicht  allein  die  Gestalt  der
Larve  an;  sondern  der  dem  spitzigen  gegenüberstehende
Theil,  welcher  den  Schwanz  vorstellt,  bekömt  nun
auch  das  Ansehn  und  Aehnlichkeit  des  Kopfes,  in  dessen ¬
  innersten  Theile,  man  die  Spuren  der  Augen,  aber
doch  uneröffnet,  entdekt;  man  wird  auch  die  zwei  Erhöhungen, ¬
  oder  kleinen  Warzen  ähnlichen  Körpergen,
gewahr,  die  der  Frosch  braucht,  wenn  er  vom  Schwimmen =
  ermüdet  ist,  sich  an  glatte  Körper  anzuhalten:  ja
man  sieht  auch  sogar  schon  Spuren  von  der  Oefnung
des  Mauls;  und  selbst  den  ersten  Umriß  der  kleinen
Floßen  kan  man  entdekken.
§.  16.
In  diesem  ersten  Zeitraum  äußert  sich  das  Leben
wenn
der  Froschlarve  durch  gar  keine  Bewegungen,
man
            
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