Full text : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Zusaz  des  Herrn  Spallanzani.
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hen,  aber  die  Feinheit  und  Durchsichtigkeit  der  Gefäße
verhindern,  daß  man  sie  nicht  erkennen  kan.  Um  die
Larven  sichtbar  zu  machen,  legte  ich  die  befruchteten
Larven  ins  Wasser,  das  bald  mit  Safran,  bald  mit
Indigo,  oder  auch  Gummigutte,  oder  Färberröthe,
ja  auch  wohl  mit  Dinte  gefärbt  war.  Einige  dieser
Farben,  waren  der  Entwikkelung  der  Larven  ganz  zuwider, ¬
  doch  verhielt  es  sich  nicht  mit  allen  so,  wenn
eine  Larve  nur  leicht  mit  einigen  dieser  Substanzen  bestrichen ¬
  war;  dieser  Umstand  gab  mir  von  der  Struktur ¬
  des  Schleimes  einiges  Licht,  und  zeigte  mir  zugleich
dessen  Verhältnisse  mit  der  Larve  und  den  Parthien,
die  sie  umgeben,  wie  ich  noch  an  einem  andern  Orte
zeigen  will.
IV.
Wirkungen  der  Wärme  und  Kälte  auf  die  Larven.
In  der  Abhandlung  von  den  künstlichen  Befruchtungen, ¬
  ist  schon  etwas  dahin  gehöriges  gesagt  worden;
allein  nachher  gemachte  neue  Versuche  haben  mir  auch
andre  Resultate  gegeben.  Wenn  man  Frösche  mitten
unter  ihrer  Begattung  in  eine  Eisgrube  sezt,  sondern
sie  sich  sogleich  von  einander,  und  fallen  in  eine  Betäubung: ¬
  wenn  man  aber  diese  Thiere,  nach  Verlauf  von
einem  oder  zwei  Tagen,  wieder  in  warme  Luft  bringt,
so  erholen  sie  sich  von  ihrer  Betäubung  und  begatten
sich  aufs  neue.  Läßt  man  sie  über  zehn  Tage  in  der
Eisgrube,  bis  man  sie  wieder  herausnimt,  um  sie  in's
Wasser  zu  setzen,  so  nimt  man  ihre  Begattung  von
neuem  wahr:  aber  merkwürdig  ist  es,  daß  alsdenn
keine  Befruchtung  statt  findet.  Die  Unfruchtbarkeit
aber
            
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