Zeugungsgeschichte des grünen Wasserfrosches. 15
Mittelpunkte des Eies entfernt sind: reißt man das innere ¬
mit einer Nadel auf, so läuft eine wäßrige, durchsichtige ¬
Feuchtigkeit heraus: das Ei ist rund, seine
Oberfläche glat, und hat zweierlei Farben: die eine
Hälfte der Kugel ist schwärzlich, die andre weißlich, wie
die Figur I. auf dem Kupfer I. vollkommen deutlich vorstellt. =
Bei Nummer 3. sieht man die natürliche Größe
von funfzehen Froscheiern mit ihrem sie umgebenden
Schleime, da man nämlich allezeit eins im Mittelpunkte
eines kleinen Zirkels wahrnimmt, welcher aber nichts
anders, als eines von den Häutgen ist, deren ich gedacht ¬
habe. Will man die andre Haut entdekken, so
muß man, durch Beihülfe guter Vergrößerungsgläser,
das kugelförmige Schleimkörpergen betrachten, welches
unter Nummer 2. vorgestellt wird. C. ist die äußere,
B. die innere Haut, D. die schleimige Feuchtigkeit, A.
Nummer 1. das von seinen Häuten, und der äußersten
Schleimhülse entblöste, Ei.
§. 15.
Wenn die Wärme der Luft im lezten Zeitpunkte der
Laichzeit beträchtlich zunimmt, so wird der forschende
Beobachter gar bald Kennzeichen der kleinen Froschlarve ¬
entdekken: so bald nur das Ei zum Vorschein
kömt, nimt es auch sichtbarlich an Größe zu, ohne
daß sich seine runde Gestalt verändert, und erleidet
alsdann folgende Veränderungen. Man sieht nämlich
sogleich, daß das Ei länglich, dessen weisse Hülse ein
wenig dunkel, und die schwarze durch einen länglichen
Eindruk einigermaßen vertieft wird, der sich mit zwei
nach der Länge des Eies, in geraden Linien fortlaufenden
Er¬