Beantwortung einiger Fragen rc. 303
ihrer Seite nicht ermangeln lassen, und sie würde bei
zu großer Sparsamkeit verliehren. Vielleicht nimt die
Natur in diesem Falle Rüksicht auf den Genuß des Vergnügens, ¬
in Ansehung des Männgens: denn die Auswerfung ¬
des Saamens ist ohne Zweifel eine Wollust
für das Männgen: und die wohlthätige Natur will,
nach ihrem mütterlichen Sinne, gern allen ihren Kindern ¬
Vergnügen verschaffen. Ueberdies muste das Männgen =
einen Reiz haben.
XVIII. Sie können sich wohl vorstellen, mein lieber ¬
Philosoph, daß ich auf diesen so merkwürdigen
Artikel Ihres Briefes alle Aufmerksamkeit gewendet
habe. Ich glaubte sogar, die kleinen Oeffnungen mit
Ihnen zu betrachten, die sich in der Einwikkelung des
Embryons zeigen, und durch welche der Saamen in
denselben eindringen soll. Die Genäuigkeit und Umständlichkeit, ¬
mit welcher Sie mir diese Sache beschreiben, ¬
versichert mich hinlänglich, daß Sie sich in Ihrer
Untersuchung nicht geirrt haben, und daß es mit den
kleinen Oeffnungen, davon ich schon längst eine starke
Vermuthung hatte, seine vollkommenste Richtigkeit
habe. Und weil dieselben über die ganze Bekleidung
des Embryons zerstreuet sind, und diese, so zü sagen, ¬
wie ein Sieb durchlöchert ist, so kan man sich
auch nicht darüber verwundern, daß die Befruchtung
gleichmäßig erfolgt, der Embryön mag mit der in Saamen ¬
getauchten Nadelspitze an einem Orte, an welchen
es auch sei, nur berührt werden. Nun kâme es darauf ¬
an, nur zu erfahren, ob es sich mit der die Embryonen ¬
umgebenden Haut auch bei allen andern Thierarten =