14 1. Abh. Erster Abschnitt. Erstes Kapitel.
entdekken konten, was eine vorgegangene Schwängerung ¬
angezeigt hätte."
Durch welchen widrigen Zufall nun diese beiden
großen Naturforscher bei allem Scharfsinn, und besondren ¬
Anfmerksamkeit, in ihren Unternehmungen so
wenig Glük gehabt haben, will ich hier gar nicht untersuchen. ¬
Allein dieß will ich nur anführen, daß der
Versuch mit oberwähnten wachstafftnen Hösgen von
mir wiederholt wurde, und die Froschmännchen sich
doch begatteten; dabei war der Erfolg meiner Erwartung ¬
gemäß, denn kein einziges Ei brachte Junge, weil
auch nicht ein einziges von der Saamenfeuchtigkeit des
Männchens befruchtet worden war, denn ich konte die
Feuchtigkeit, als ganz kleine, aber sehr sichtbare Tröpfgen, ¬
in den wachstafftnen Hösgen augenscheinlich
bemerken.
§. 14
Nachdem ich nun die Art und Weise der Befruchtung ¬
der Eier vollkommen deutlich eingesehn hatte, so
mußte ich um die ganze Erzeugungsgeschichte dieses
Frosches zu beendigen, die Eier bis zur Erscheinung des
Thieres selbst untersuchen. Die Eier, die das Weibgen ¬
während der Begattung von sich gehen läßt, sind
mit einer weißlichen schleimigen Feuchtigkeit vermischt,
die eben so viel kleine runde, unter einander zusammenhängende ¬
Körpergen, als Eier vorhanden sind, vorstellt; ¬
und in der Mitte eines jeden solchen runden Körpergens ¬
ein Ei enthält. Das Ei wird von zwei sehr
feinen Häutgen umgeben, die in gleicher Weite vom
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