Full text : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Beantwortung  einiger  Fragen  rc.
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denen  Sie  den  Saamen  haben  vermischen  wollen.  Auch
Weinessig  haben  Sie  zu  dieser  Absicht  versucht,  und
alle  diese  Feuchtigkeiten  haben  dem  Saamen  die  befruchtenden ¬
  Kräfte  nicht  entziehen  können.  Sie  haben
nur  bemerkt,  wenn  der  Urin  und  Weinessig  zu  häufig
beigemischt  wird,  daß  alsdenn  die  befruchtende  Kraft
sich  verliehrt.  Ich  zweifelte  gar  nicht,  daß  Sie  nicht
völlig  meiner  Meinung  sein  solten,  daß  der  Saamen
durch  diese  Mischungen  nicht  in  seinen  Grundtheilgen
eine  Trennung  oder  Aufiösung  erlitte.  Allein  sie  beweisen ¬
  die  erstaunenswürdige  Kraft  dieser  befruchtenden
Feuchtigkeit  ganz  unvergleichlich  gut.  Sie  könten  Sie
noch  dahin  bringen,  die  Entdekkung  zu  machen,  welcher =
  unter  den  Säften  des  Thieres  mit  seinem  Saamen
die  größte  Aehnlichkeit  hätte:  denn  der  Saft,  welcher
in  gleichen  Dosen,  die  Befruchtungskraft  am  allerwenigsten =
  verdränge,  hätte  auch  natürlicher  Weise  die
gröste  Gleichheit  oder  Verwandschaft  mit  ihm;  und  dieser =
  Umstand  würde,  in  der  Untersuchung  der  Bestandtheile ¬
  des  Saamens,  nicht  unnüzlich  sein.
XVI.  Es  ist  mir  sehr  lieb  zu  wissen,  daß  wir  Beide
unsre  Zuflucht  zu  einer  und  eben  derselben  Vergleichung
genommen  haben,  um  Red'  und  Antwort  von  der  befruchtenden =
  Kraft  zu  geben,  wenn  nur  die  allerunbeträchtlichste =
  Quantität  Saamen  zu  einer  sehr  großen
Menge  Wasser  gemischt  wird.  Ihr  Beispiel  von  dem
Gifte  der  Viper,  von  welcher  das  kleinste  Tröpfgen
ein  großes  Thier  tödten  kan,  ist  recht  sehr  schön  gewählt,
und  sehr  belehrend.  Sie  sind  auch  sehr  berechtigt  zu
sagen,  daß  man  sich  gar  nicht  verwundern  dürfe,  daß
gin
            
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