Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

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Beantwortung  einiger  Fragen  rc.
den  häufigen  Gefäßen  in  die  Hoden=  und  Saamenbläsgen =
  ergiest,  zu  verdünnen.  Die  Physiologen  haben  Gelegenheit, ¬
  über  diesen  Punkt  vielerlei  Wichtiges  und
Betrachtungswürdiges  zu  sagen.
Uebrigens  muß  man  gestehen,  daß  wenige  Naturbegebenheiten ¬
  vor  den  Philosophischen  Beobachter  so
interessant  sind,  als  die  Begattungen  der  Thiere  überhaupt, ¬
  und  ins  besondre  die  Verschiedenheit  der  Art
und  Weise,  deren  sich  der  Schöpfer  bedient  hat,  um
die  mannigfaltigen  Thierarten  zu  erhalten.  Wenn  künftig ¬
  ein  recht  großer  Naturforscher  eine  volständige  Geschichte ¬
  der  Erzeugung  schreiben  wolte,  so  müste  er  ohne
Zweifel  damit  den  Anfang  machen,  daß  er  das  Gemälde ¬
  von  den  Begattungsgeschäften  der  Thiere  und
Pflanzen  zuförderst  im  Grundrisse  entwürfe;  und  wenn
er  ein  eben  so  großer  Naturmahler,  wie  Büffon
wäre,  so  würde  er  durch  dies  Bild  den  Geist  aufmerksam ¬
  machen  und  beschäftigen,  ohne  die  Sinnlichkeit  zu
reizen  und  zu  erhitzen:  sein  Gemälde  würde  keine  Physische ¬
  Venus,  sondern  eher  eine  Physische  Minerve  vorstellen. ¬
  Man  hat  Ursache  zu  glauben,  daß  die  verschiednen ¬
  Arten,  nach  welchen  sich  die  Begattung  bei
so  verschiednen  Thierarten  zuträgt,  sich  nach  der  Empfindung, ¬
  die  jeder  Art  eigen  ist,  richten,  oder  welches
fast  eben  soviel  ist,  der  Fähigkeit  daran  Theil  zu  nehmen, ¬
  gemäß  sind.
Was  für  ein  Unterschied  ist  nicht  in  dieser  Sache,
wenn  wir  den  Fisch,  Salamander,  Affen,  Hirsch,  oder
Hund  in  dieser  Rüksicht  betrachten.  Und  wie  viel  Einftuß ¬

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