Fünftes Kapitel.
II. Abhandlung.
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nes leztern Briefes gehen, die Sie selbst beibehalten,
und beantwortet haben.
I. *). Ich zweifelte gar nicht, daß Ihnen die von mir
vorgeschlagenen Untersuchungen, der Früchte (germes)
im Eierstokke vor der Befruchtung, nicht schon solteh
beigefallen sein. Sie scheinen aber keine große Hoffnung ¬
von diesem Unternehmen zu haben: Sie glauben,
die außerordentliche Feinheit und ihre Durchsichtigkeit
werden es zu aller Untersuchung unfähig machen. Nichts
desto
*) Um diesen Paragraph besser zu verstehn, muß man
wissen, was mein Brief enthielt, worauf dieser eine
Antwort ist. Herr Bonnet sagte in seinem leztern
Schreiben, §. I. daß es sehr wichtig für die Naturlehre ¬
sein würde, wenn man die Embryonen in
den Eierstökken vierfüßiger Thiere, und großer Vögel ¬
vor ihrer Begattung untersuchte, und hielt dafür, =
daß ich auch in diesen Untersuchungen nicht unglüklich =
sein würde; hierauf antwortete ich: „Die Idee,
„meine Untersuchungen auch bei den Eierstökken vier„füßiger ¬
Thiere, und großer Vögel anzuwenden, wä„re ¬
mir schon längst eingefallen; es hätte mir aber
„bisher noch immer an gehöriger Muße dazu gefehlt.
„Ihr großes Verlangen, daß ich mir doch diese Un„ternehmung ¬
zum nächsten Geschäfte machen möchte,
„treibt mich an, dasselbige ehestens vorzunehmen: wie
„wohl ich mir nicht gar viel Glük, wegen der äußer„sten ¬
Feinheit und Durchsichtigkeit der Frucht (germe),
„von dieser Arbeit verspreche, weil ich glaube, daß
„es unmöglich sein wird, sie zu erkennen: allein auch
„nur eine bloße Wahrscheinlichkeit von gutem Erfolge,
„muß dem Naturforscher schon genug sein, wenn es
„auf einen so wichtigen Gegenstand ankömt, den
Versuch zu unternehmen.
„Ich