Full text : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

274.  II.  Abhandlung.  Fünftes  Kapitel.
hauptung  nicht  recht  einfehe,  Sie  können  die  so  äußerst
kleine  Dose  des  Saamens,  mit  der  Idee  eines  zur  ersten ¬
  Nahrung  für  alle  Theile  des  Embryons  dienenden
Fluidums  nicht  zusammen  reimen.  Sie  machen  sogar
im  155.  Artikel  eine  Rechnung,  wodurch  Sie  erweisen,
daß  das  Volumen  dieser  Dose  des  Saamens,  welche  den
Embryon  befruchtet,  sich  zum  Volume  des  Embryons
.  Es  wúrde  also  gar
verhalte,  wie  1.  zu  1064,  77
kein  Verhältniß  zwischen  der  nährenden  Flüssigkeit  und
dem  zu  nährenden  Embryon  statt  finden.  Ich  will
Ihren  Schluß  in  Ansehung  der  Amphibien  auch  gar
nicht  bestreiten:  allein,  in  Rüksicht  auf  große  Thiere,
scheint  er  mir  nicht  anwendbar  zu  sein.  Die  Bastardthiere ¬
  stellen  uns  solche  Phänomene  dar,  die  keinen  Zweifel ¬
  übrig  lassen,  daß  der  Saame  nicht  verschiedne  Theile
in  dem  Embryon  mehr  oder  weniger  verändre:  ich  habe
davon  verschiedne  Beispiele  angeführt:  der  Saamen
wird  also  doch  zu  diesen  Theilen  gebracht,  und  wie  soll
man  sich  nun  vorstellen,  daß  er  die  Gestalten  und  Verhältnisse ¬
  verändern  könne,  ohne  in  ihre  innerste  Sübstanz ¬
  zu  dringen?  Stellen  Sie  nur  vorzüglich  Ihre  Betrachtung ¬
  über  den  Kopf  der  Luftröhre  (Larynx)  des
großen  Maulthiers  an.  Ich  drükke  mich  sehr  kurz  aus:
aber  Sie  verstehen  mich  doch  hinlänglich,  und  meine
Grundsätze  kommen  völlig  mit  den  Ihrigen  überein.
XXI.  167.  „Der  Saämen  ist  keinesweges  wie  ein
„geistiges,  ja  auch  nicht  als  ein  flüchtiges  Fluidum  zu
„betrachten,  wie  einige  Naturforscher  geglaubt  haben.“
Es  war  mir  sehr  angenehm  zu  sehen,  daß  Sie  diesen
Punkt  festgesezt  haben:  und  da  Sie  erst  ausgemacht  haben, =

            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer