Beantwortung einiger Fragen rc. 273
welche Sie die Entdekkung so wichtiger Wahrheiten
gemacht haben. Man könte mit der Spitze eines in
Saamen des Männgens getauchten Pinsels, eine oder
mehrere Bläsgen im Eierstokke bestreichen: und wenn hernach =
die durch obige Oeffnung entstandene Wunde, ohne
die Wirkung der auf solche Art gemachten Befruchtung zu
hindern, wieder zuheilte, so würde man genau bestimmen ¬
können, wie groß wohl die Menge des Saamens
zur Befruchtung obgedachter Thiere nothwendig sein
müste. Vielleicht aber möchte dieser Versuch bei großen
cierlegenden Thieren besser glükken. Aber wenn sie
gerathen solte, so müste dieselbige blos unter Ihren
Händen gerathen. Ich bin es nun schon gewohnt, auf
Ihre Gedult und Geschiklichkeit in dergleichen Unternehmungen ¬
viel zu rechnen. Wenn Sie auch nur auf
diese Art einen Anfang von Entwikkelung in der Frucht
zu sehen bekämen, so wäre dieß zu unsrer Belehrung
schon genug. Wir haben schon sonst deutliche Beobachtungen, ¬
die von der Belebung des Embryons im
Cierstokke Beweis geben. Sie könten ja auch, vermittelst ¬
einer Sprütze, den Saamen zu verschiednen Dosen
in die Gebärmutter zu bringen versuchen. Wenn nun
die kleinste Dose eben die Wirkung, wie die gröste, hervor ¬
brächte, so würde es auch hierdurch sehr wahrscheinlich ¬
werden, daß die Beschwängerung der großen
Thiere, in dieser Rüksicht, wenig von der Amphibien
ihrer unterschieden sein müste.
XX. 159. „Daß der Saamen der Amphibien nur
„ein Reizungs- aber kein Nahrungsmittel zu sein
„scheine." Ich glaube, daß ich den Grund Ihrer Behauptung ¬