Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

II.  Abhandlung.  Fünftes  Kapitel.
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die  Generationen  in  eine  undurchdringliche  Finsterniß,
und  gelangen  endlich  dahin,  wo  sich  das  Unsichtbare
vom  Sichtbaren  unterscheidet,  und  wo  vermittelst  der
Befruchtung,  sie  sich  nach  und  nach  bis  zur  Volkommenheit =
  ihrer  Art,  zu  der  sie  gehören,  erheben.  So
wie  aber  die  lebendigen  Geschöpfe  so  sehr  vervielfältigt
und  verschieden  sind,  so  sind  es  auch  die  Gesetze  der,  ihrer
Entwikkelung  gegebenen  Vorschriften  und  Einrichtungen, ¬
  nicht  weniger.  Daher  entspringt  auch  die  Menge
und  Verschiedenheit  der  Gestalten,  die  sie  nach  und
nach  bekommen,  und  der  Art  und  Wirkungen  ihrer
Befruchtung.  Die  Bestimmung  dieser  Termine  und  Abweichungen ¬
  macht  den  interessantesten  Theil  der  Geschichte ¬
  der  Erzeugung  aus.
XIII.  123,  124.  Aus  den  zahlreichen  Versuchen,
die  Sie  über  die  künstlichen  Befruchtungen
angestelt  haben,  folgt  also,  daß  man  dieselbe  in  Keimen,
die  sich  noch  im  Eierstokke  befänden,  auch  nicht  in  denen,
welche  im  obersten  Theile  der  Muttertrompeten  stekten,
nicht  bewirken  könte.  Ich  glaube,  die  Ursache  liegt
darinne.  Der  Saamen  wirkt  hier  als  ein  Reizungsmittel. ¬
  Ueber  dieses  giebt  es  auch  ein  gewisses  ursprüngliches ¬
  Verhältniß  zwischen  der  geheimen  Kraft,
welche  die  Reizbarkeit,  oder  die  Zusammenziehung  der
Muskelfiber  verursacht,  und  dem  wirklichen  Zustande
derselben.  Wenn  sie  noch  nicht  den  Grad  der  nothwendigen ¬
  Dichtigkeit  oder  Festigkeit  angenommen  hat;
so  wird  sie  auch  mit  der  Wirkungsart  der  Kraft  in  keinem ¬
  bestimten  Verhältnisse  stehen;  und  der  Eindruk,  welDie ¬

chen  leztere  macht,  wird  ohne  allen  Erfolg  sein.
Frucht
            
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