Metadaten : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Beantwortung  einiger  Fragen  rc.  267
manders  waren  noch  mehrere  Beweise.  Ich  habe  daher ¬
  allzeit  mit  erneuertem  Vergnügen,  auch  in  meinem
abgesonderten  ländlichen  Aufenthalte,  Jhre  Riesenschritte =
  bewundert,  die  sie  auf  der  einmal  betretenen  Bahn
machten,  und  die  sie  auch  ununterbrochen,  mit  so  vieler ¬
  Bewundrung,  Glük,  und  Ruhme,  noch  immer
fortsetzen.
XII.  108.  Die  Anzeige  dieses  Artikels  giebt  mir  zu
erkennen,  „daß  die  Befruchtung  der  Salamander  sich
„gänzlich  von  andrer  Thiere  ihrer  unterscheidet."  Aber
ich  sehe  noch  nicht,  worinne  der  Unterschied  liegt.  Die
Abweichungen  der  großen  Naturgesetze  sind  dasjenige,
was  die  Aufmerksamkeit  des  Philosophischen  Naturforschers =
  am  allermeisten  reizt.  Sie  setzen  ihn  destomehr
in  Verwundrung,  weil  sie  den  unermeßlichen  Reichthum ¬
  von  Mitteln,  den  der  Schöpfer  besizt,  noch
mehr  zu  Tage  legen,  und  die  unendliche  Mannichfaltigkeit =
  untergeordneter  Mittel  beweist,  durch  welche
seine  Weisheit  zuerst  die  Entwikkelung  lebender  Geschöpfe ¬
  vorbereitet.  Die  Einrichtung  unsrer  Welt  vertrug ¬
  es  nicht,  daß  alle  Generationen  auf  einmal  in  derselben ¬
  zugleich  in  ihrer  völligen  Entwikkelung  vorhanden
wären.  Unser  Erdball  hätte  sie  weder  fassen  noch  nähren ¬
  können.  Daher  ist  eine  in  die  andre  verschlossen,
und  zwar  immer  in  einem  sich  vermindernden  Verhältnisse, ¬
  welches  sich  im  Abgrunde  des  unendlich  Kleinen
verliehrt.  Die  Generationen  entwikkeln  sich  immer
eine  aus  der  andern,  und  die  Ordnung,  in  welcher  sie
sich  vermehren,  steht  mit  der  Stufenfolge  der  Thiere  im
genauen  Verhältniß.  ...  Also  versinken  allmählig
die
            
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