262 II. Abhandlung. Fünftes Kapitel.
V. 75. Sie sind also fest überzeugt, „daß die Eier
„der schuppigten Fische ihre Kraft, wenn sie vertrok„net ¬
sind, verlöhren." Sie haben auch das nämliche
bei den sogenanten Eiern der Larven gefunden, und
schlüssen daher, daß die Erklärung eines nach seiner
Austroknung wieder besezten Teiches falsch sei. Diesem
zu Folge hatte ich mich im Artikel 318. meiner Betrachtungen ¬
über organisirte Körper geirrt,
wo ich mir vorgestelt hatte, es müste jener Umstand
den troknen Fischeiern zugeschrieben werden, wie dieses ¬
mein hochgeschäzter Freund, Herr Trembly, bei
den Polypen mit Federbüschen beobachtet hatte, die,
wenn man sie bei Feuchtigkeit erhielt, in vielen Monathen ¬
ihre befruchtende Kraft nicht verlohren; dennoch ¬
aber forderte ich damals doch alle Naturforscher
wegen der Fischeier, (oder wie man sie sonst nent) des
Laiches, auf, indem ich sagte: „es würde dieses eine
„artige Untersuchung abgeben, wenn man troknen Fisch„laich ¬
aufheben, und ihn sodenn in verschiedene und
„schikliche Oerter thun wolte. Man würde aus diesem
„Experimente ersehen, ob es wohl durch dies Mittel
„möglich wäre, daß die Kraft der Fortpflanzung unter
„diesen Umständen fortdauern möchte. Bis itzo hat
„man die Natur noch nicht in ihrem Verfahren ganz
„genau bestimmen können, sie hat in ihren Geschäften
„eine gewisse Mannichfaltigkeit, die der Naturforscher
„kennen zu lernen, alle Mühe anwenden muß, und
„die ihm sodann die Erfahrung bekant macht." Sie
sind also einer von den Eingeladenen, der gekommen
ist, und geantwortet hat, obgleich Ihre Versuche meinen ¬
Vermuthungen nicht entsprochen haben; allein,