Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

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Beantwortung  einiger  Fragen  rc.
Verhältniß  zu  mangeln  scheint:  denn  hat  man  wohl  alle
Verbindungen  der  Hülfsmittel  erschöpft,  und  kan  man
denn  also  auch  versichert  sein,  daß  uns  alle  Verhältnisse
der  Mittel  zu  dem  Gegenstande,  dessen  Existenz  man
annimt,  und  wovon  man  gerne  zuverläßig  gewiß  sein  möchte, =
  bekant  sind?  Die  Geschichte  der  Naturlehre,  und  insonderheit ¬
  der  Physiologie,  würden  mir  eine  Menge  Beweise ¬
  zu  Unterstützung  dieser  Betrachtung  an  die  Hand
geben.  Was  vor  eine  Menge  Erfindungen  haben
diesen  beiden  Wissenschaften  nicht  den  grösten  Zuwachs
verschaft,  davon  die  Alten  beinahe  nichts  hoffen  durften, =
  wenn  sie  es  auch  vermuthet  haben  solten?  Würden
sie  zum  Beispiel  wohl  vermuthet  haben,  daß  man  einsmals ¬
  auf  eine  künstliche  Weise  die  zarten  Früchte  verschiedner ¬
  Thiere  befruchten,  und  daß  man  so  glüklich
sein  würde,  das  Küchelgen  im  Ei,  ohne  thierische  Wärme,
ohne  Ofen,  zum  Leben  zu  bringen?  Und  was  soll  ich  zu
den  verwundernswürdigen  Operationen  in  der  Wundarzneikunst, ¬
  zu  den  wahren  Wundern  in  der  Heilkunst,
sagen?  die  man  nur  glauben  kan,  wenn  man  Augenzeuge =
  davon  ist.  Wir  sind,  von  physikalischer  Unmöglichkeit ¬
  zu  urtheilen,  ganz  unvermögend  und  unsre  Aussprüche ¬
  haben  keinen  festen  Grund:  und  dieses  kömt
daher,  weil  wir  nach  unsern  erlangten  Begriffen  urtheilen, ¬
  die  aber  mit  der  Natur  in  gar  keinem  Verhältnisse ¬
  stehen.  Die  Natur  ist  von  unermeßlicher  Größe
und  Umfange,  die  möglichen  Verbindungen  der  Geschöpfe ¬
  sind  beinahe  ganz  unübersehlich,  und  unser  Verstand ¬
  eingeschränkt,  und  immer  in  seinen  Aussprüchen
zu  flüchtig  und  übereilt.  Das  Gefühl  unsers  Unvermögens, ¬
  oder  mittelmäßigen  Einsicht,  solte  uns  dahin
brinR ¬
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