256 II. Abhandlung. Fünftes Kapitel.
den noch ungedrukten Kapiteln deren gar viele einzuschalten. ¬
Ich will also ohne Verzug die vornehmsten
Artikel Ihres Aufsatzes, so wie Sie dieselben numerirt ¬
haben, durchgehen.
1. *) Ich sehe hieraus gar wohl, wie Sie durch
sehr viele Versuche zu einer unwidersprechlichen Gewißheit ¬
gelangt sind, daß der Fötus in dem grünen Wasserfrosche, ¬
in dem Laubfrosche, in der großen Erdkröte ¬
mit rothen Augen und warzigtem Rükken, in
der stinkenden Erdkröte, und in zweierlei Arten Wassersalamandern, ¬
schon vor der Beschwängerung oder
Befruchtung genanter Thiere präexistire, oder im Eierstokke ¬
vorhanden sei. Dieses noch kurze Verzeichniß,
wird ganz gewiß verlängert werden, wenn man nur
diese sonderbaren Untersuchungen auf andre Thierarten
ausdehnen wird. Und Ihnen wird immer in der Zukunft ¬
das gröste Verdienst zugeschrieben werden müssen, ¬
weil Sie der Erste sind, der zu solchen vortreflichen ¬
und reichlichen Entdekkungen die Bahn gebrochen
hat. Es ist wohl der Mühe werth; alle sichere Mittel ¬
anzuwenden, um die ursprüngliche Präexistenz des
Embryo in großen vierfüßigen Thieren und Vögeln,
unum stößlich zu erweisen. Es ist Ihnen gar wohl bekant, ¬
daß ich an dieser Sache nicht gezweifelt habe;
und mich haben alle Betrachtungen, die ich schon in
vori*) ¬
Diese Nummer I. in diesem erstern, wie auch die
nämliche Nummer im andern Briefe, sind die einzigen, ¬
welche keine Beziehungen auf die Nummern
meiner Abhandlungen haben.