Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Beantwortung  einiger  Fragen  rc.
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Männgen  am  allerhitzigsten  sind.  Diese  hier  unerwartete ¬
  Kälte  und  Abneigung  der  stinkenden  Kröte  gegen
den  Laub=  und  grünen  Wasserfrosch  habe  ich  mit  Verwundrung =
  angesehen;  ich  häbe  aber  auch  den  nämlilichen ¬
  Auftritt  zwischen  Männgen  dieser  beiden  Arten
von  Fröschen  mit  dem  Weibgen  der  stinkenden  Kröte
bemerkt.  Mir  war  die  ganz  bekante  Meinung  derjenigen, ¬
  welche  glauben,  daß  sich  Frösche  mit  Kröten
begatten,  nicht  unbekant,  und  daß  viele  Personen,
die  erstern,  während  der  Begattungszeit,  zu  speisen,
gänzlich  unterlassen:  allein  ich  kan  zuverläßig  versichern,
daß  ich  dergleichen  Verbindungen  oder  Begattungen
unter  Fröschen  und  Kröten  nie  angetroffen  habe;  und
da  es  Rösel  in  Teutschland  nicht  anders,  als  ich  in
Italien,  gefunden  hat,  so  verwerfe  ich  auch  diese  Meinung ¬
  gänzlich,  weil  sie  keinen  andern  Grund,  als  Leichtgläubigkeit, ¬
  und  daraus  entsprungene  gemeine  Sage,
zu  haben  scheint.
§.  172.
Nunmehr  glaubte  ich,  diese  Abhandlung  beschliefsen ¬
  zu  können,  allein  da  ich  den  §.  158.  wieder  durchlas, ¬
  entstand  bei  mir  das  unwiderstehliche  Verlangen, ¬
  noch  einen  neuen  Versuch  zu  machen.  Ich  ersuchte ¬
  die  Naturforscher,  bei  einigen  Thieren  Befruchtungen ¬
  zu  versuchen,  es  möchten  eierlegende,  oder
lebendige  Junge  gebährende  sein,  wo  die  Befruchtung
in  ihren  Körpern  vorgienge.  Es  war  eben  im  Monat ¬
  Julius,  als  ich  mich-damals  in  Modena  befand;
und  also  gerade  zur  Begattungszeit  der  Seidenwürmer:
ich  wolte  also  doch  versuchen,  ob  denn  in  diesem  Insekt ¬

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