Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

II.  Abhandlung.  Fünstes  Kapitel.
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Diese  Erfahrungen  machten  mir  Hoffnung,  daß
ich  ähnliche  Kunstbefruchtungen  bei  den  Embryonen
einer  Art,  durch  die  befruchtende  Feuchtigkeit  der  andern ¬
  hervorbringen  würde.
Ich  sezte  mir  schon  in  meiner  vorläufigen  Abhandlung ¬
  über  die  Wiederhervorbringung
thierischer  Theile  vor,  die  Wirkungen  solcher
widernatürlicher  Begattungen,  zwischen  den  Wasserthieren, =
  oder  unsern  Amphibien,  die  sich  ganz  ungleich
wären,  zu  untersuchen,  um  durch  die  daher  entsprungene =
  dritte  Thierart,  das  Geheimniß  der  Erzeugung  in
ein  helleres  Licht  zu  setzen.
Ich  habe  diese  Versuche  zwar  unternommen;  aber
ich  muß  gestehen,  ohne  Erfolg.  Ich  benezte  mit  Salamandersaamen ¬
  verschiedne  Embryonen  von  Fröschen
und  Kröten:  dieß  that  ich  auch  umgekehrt,  mit  dem
Saamen  des  Frosches  und  der  Kröte  befeuchtete  ich
Embryonen  von  Salamandern,  aber  es  wolte  keine
einzige  Frücht  belebt  werden.  Ich  hatte  freilich  nun
mehr  Hoffnung,  wenn  ich  Thiere,  die  sich  untereinander =
  mehr  verwandt  wären,  zu  meinen  Versuchen  anwendete, ¬
  wie  die  Frösche  und  Kröten,  die  nicht  nur
beide  Amphibien,  sondern  sich  auch,  nach  ihrem  innern
und  äußern  Körperbau,  ähnlich  sind,  und  sonst  in  andern ¬
  Dingen,  die  Begattung  selbst  nicht  ausgenommen,
vieles  mit  einander  gemein  haben.
Ich  bestimte  also  die  stinkende  Erdkröte,  die  sich
mit  dem  Frosche  zu  gleicher  Zeit  begattet,  zu  meinen  Versuchen, ¬
  und  nahm  den  Saamen  der  erstern  zur  Benetzung
der
            
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