Full text : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

8  I.  Abh.  Erster  Abschnitt.  Erstes  Kapitel.
fen  waren,  in  große  mit  Wasser  angrfüllte  Gefäße  zu
setzen,  und  sie  so  lange  darinne  zu  behalten,  bis  sie
ihre  Eier  von  sich  gelassen  hätten.  Denn  obgleich
Valisneri  (aber  nur  nach  einer  einzigen  Beobachtung) ¬
  versichert,  daß  die  Frösche  in  der  Begattung,  wenn
sie  nicht  in  ihrer  Freiheit  wären,  die  Eier  nicht  von
sich  gäben;  so  habe  ich  doch  mehrmals  das  Gegentheil
gefunden.  Swammerdam  und  Rösel  haben  die
nämliche  Beobachtung  gemacht.
§.  7
Valisneri  hat  völlig  recht,  wenn  er  behauptet,
daß  das  Froschweibgen  seine  Eier  nicht  von  sich  lasse,
wenn  es  immerfort  von  dem  Männchen  abgesondert
bleibt.  Ich  sage  aber  ausdrüklich  immerfort;  weil
ich  gefunden  habe,  daß  wenn  man  das  Weibgen  alsdenn ¬
  von  dem  Männchen  trennt,  wenn  die  Eier  schon
in  die  Gebärmutter  gekommen  sind,  selbige  ebenfalls
weggelassen  werden,  obgleich  das  Weibgen,  das  sie
von  sich  giebt,  ohne  Männchen  zu  bleiben  gezwungen
ist.  Aber  alle  dergleichen  Eier  sind  unfruchtbar.
§.  8.
Wenn  man  während  der  Begattung  die  Eier  beobachtet, ¬
  so  trift  man  sie  in  den  ersten  Tagen  allezeit
im  Eierstokke  an:  in  den  folgenden  aber  sind  sie  zwar
zum  Theil  im  Eierstokke,  aber  auch  in  den  Kanälen,
welche  die  Eier  in  die  Gebärmutter  führen,  enthalten,
und  gegen  den  lezten  Tag  der  Begattung  sind  sie  alle
in  der  Gebärmutter,  bis  auf  die  kleinsten,  die  noch
am  Eierstokke  hängen,  anzutreffen.  Diejenigen  Eier,
die
            
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