Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Beantwortung  ein  ger  Fragen  rc.
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keln;  ich  wiederhelte  diesen  Versuch  verschiedne  Male,
aber  nie  ward  eine  von  meinen  Larben  belebt;  ich  schloß
also  damals,  daß  das  Blut  und  der  Saft  des  Herzens
keine  Kraft,  Larven  zu  beleben,  besitzen  müste.
Allein,  wie  ging  denn  die  Befruchtung  in  dem  ersten
Versuche  zu?  Ich  fand  hernach,  daß  es  von  meiner
Nachläßigkeit  eine  Folge  war,  die  ich  erst  nachher  entdekte; =
  die  Larven  waren  aus  der  Gebärmutter  eines
Frosches  mit  einem  Zängelgen  genommen  worden,  dessen ¬
  ich  mich  bedient  hatte,  einige  Tropfen  Saamen
aus  den  Saamenbläsgen  eines  Männgens  zu  nehmen;
und  da  ich  damals  die  Kraft  des  kleinsten  Tröpfgens
Saamen,  Larven  zu  beleben,  noch  nicht  kante,  so  hatte
ich  das  Zängelgen  abzutroknen  unterlassen,  so,  daß,
als  ich  mit  demselben  die  Larven  berührte,  sie  blos
durch  dies  Berühren  befruchtet  und  zum  Leben  gebracht
wurden,  und  diese  Erklärung  ist  um  soviel  richtiger,
da  ich  Larven  aus  der  Gebärmutter  anderer  Frösche  mit
dem  mit  Saamen  benezten  und  nachläßig  abgetrokneten
Zängelgen  nahm,  so  sah  ich  immer  einige  Larven  zum
Leben  kommen,  da  ich  indessen  nie  eine  unter  viel  hunderten =
  belebt  antraf,  wenn  sie  mit  gutabgetrokneten,
oder  noch  nicht  zum  Berühren  der  Saamenfeuchtigkeit
gebrauchten  Zängelgen  aus  der  Gebärmutter  genommen
worden  waren.  Dieses  Beispiel  war  für  mich  eine  solche ¬
  Lektion,  die  mir  in  allen  meinen  Versuchen  zu  statten =
  kam,  und  welche  allen  denen,  welche  sie  wiederholen =
  oder  ähnliche  anstellen  wolten,  ebenfals  sehr
nüzlich  sein  kan.
§.  170
            
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