Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

232  II.  Abhandlung.  Fünftes  Kapitel.
mit  den  vorigen  einerlei  Resultate.  Ich  kan  auch  sogar ¬
  noch  dieses  hinzusetzen,  daß,  ob  ich  gleich  mit  dem
Laubfrosche  nur  einige  Versuche  gemacht,  ich  dennoch
bemerkt  habe,  daß  dieselben  genau  mit  allen  den  übrigen ¬
  übereinstimten.
§.  166.
Weil  ich  nun  gefunden  hatte,  daß  bei  unsern  Amphibien ¬
  der  ausgedrukte  Hodensaft  mit  dem  Saamen
selbst  zur  Befruchtung  von  einerlei  Kräften  war,  so
wolte  ich  auch  mit  dem  Dunste  von  diesem  Versuche
unternehmen.  Da  dieser  Saft  auch  gleichmäßig  befruchtende ¬
  Eigenschaften  besaß,  er  mochte  vor  sich  alleine, ¬
  oder  mit  Wasser  vermischt  sein;  so  versuchte  ich
denselben  auch  auf  diese  beiderlei  Art,  indem  ich  in  allen ¬
  Stükken  die  bisher  beschriebene  Methode  befolgte;
allein  ob  ich  gleich  Larven  mit  Dunste  aus  dem  Hodensaft ¬
  befeuchtet  hatte,  so  blieben  sie  doch  allezeit  ohne
Leben,  daß  ich  also  ganz  deutlich  sahe,  es  war  der  Dunst
des  Safts  aus  den  ausgepresten  Hoden  eben  so  unfruchtbar, =
  wie  der  der  eigentlichen  Saamenfeuchtigkeit  selbst.
Diese  Versuche  machtezich  1777.  zum  erstenmale,
und  theilte  sie  auch  damals  dem  Herrn  Bonnet  mit,
wie  aus  dem  Extrakt  meiner  Briefe  zu  ersehen  ist,  welchen ¬
  er  in  die  wichtigen  Anmerkungen  des  dritten  Theils
seiner  Werke  in  der  neuesten  Auflage  eingeschaltet  hat.
1780  habe  ich  sodann  alle  diese  Versuche,  mit
gleich  glüklichem  Erfolge,  von  neuem  wieder  angestelt. ¬

            
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