Beantwortung einiger Fragen rc. 231
Nun hatte ich den Saamendunst in verschloßnen
Gefäßen angewendet, izt wolte ich versuchen, was er
in ofnen thun würde, um dem Zweifel zuvor zu kommen, ¬
ob nicht etwan auch die freie Luft einen Einfluß ¬
auf die Befruchtung haben möchte: allein diese
meine Unternehmungen, in Absicht auf die Befruchtung,
waren eben nicht glüklicher als die Vorigen.
§. 165.
Der leztere Versuch dieser Art, den ich macht
bestand darinne, daß ich einige Gran Saamenduft
sammelte, und ein Duzend Larven darein legte; ein
ander Duzend aber von Larven, benezte ich mit dem
kleinen Ueberreste, der nach der Ausdünstung zurükgeblieben ¬
war, und welcher nur ein halb Gran
wog: von diesem lezten Duzend kamen eilf Stük zum
Leben, vom erstern aber, die mit dem Dunste des Saamens ¬
ebenfals über und über befeuchtet worden waren,
wurde keine einzige belebt.
Wenn man nun alle diese Versuche und Erfahrungen ¬
zusammen nimt, so erhellet hieraus ganz offenbar, ¬
daß die Befruchtung der stinkenden Erdkröte
nicht durch den Dunst des Saamens, sondern durch
den sichtbaren gröbern Theil desselben verursacht wird.
Man kan sich leicht vorstellen, daß ich diese Versuche
nicht allein mit gedachter Kröte angestelt, sondern, daß
ich auch denselben mit der Erdkröte mit rothen Augen
und warzigem Rükken, ja auch mit dem Wasserfrosche
wiederholt habe, so wie solche im §. 162. 163. 164.
165. angeführt sind; dennoch aber erhielt ich immer
mit
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