II. Abhandlung. Viertes Kapitel.
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Zehnte Bemerkung.
§. 160.
Diese reizende Kraft, die die Frucht beleben kan,
behält ihre Eigenschaft, wenn auch gleich der Saamen
schon einige Zeit aus dem Thiere genommen ist, sowohl
wenn man ihn ungemischt, in einem Gefäße, als auch
mit andern Feuchtigkeiten vermengt, aufbewahret,
§. 131. 145. Es ist erstaunlich, daß ein Tropfen Saamen, =
in einer ungeheuren Menge Wasser verbreitet,
nicht seiner ganzen Kraft beraubet wird, §. 142. 143.
Allein ob wohl der Saamen andrer Thiere auch seine
befruchtende Wirkung, wie der von unsern Amphibien,
behalten möchte? ist eine andre Frage: der Mangel an
Erfahrungen gestattet die Vermuthung; vielleicht ist es
nur eine Ausnahme der eingeschränkten Natur
bei dieser Thierart, bei welcher die Befruchtung außer
dem Körper, und sogar im Wasser geschieht; ihre
Saamenfeuchtigkeit muß also wohl eine Vermischung
vertragen, welcher die Saamen solcher Thiere, die
innerhalb des Körpers befrüchtet werden, nicht ausgesezt ¬
sind; allein es könte sich wohl auch zutragen, daß
der Saamen andrer Thiere, ohne Nachtheil mit Wasser ¬
vermischt werden dürfte. Ich habe in meinem
Werke über die Naturlehre der Thiere und
Pflanzen beobachtet, daß der Saamen von Menschen ¬
und aus vierfüssigen Thieren sich verschiedene
Stunden außerhalb dem Körper frisch erhalte. Diese
Wahrheit unterstütze ich mit dem Beweise, daß ich die
Saamenthiergen voller Leben und Munterkeit habe
schwimmen sehen, wenn nur die Saämenfeuchtigkeit
bei