Full text : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

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Bemerkungen.
Achte  Bemerkung.
§.  158.
dier  fält  mir  eine  Frage  ein,  die  wohl  jeder  an
sich  selbst  thun  möchte.  Weil  nun  eine  sehr  geringe
Quantität  Saamen  zur  Erzeugung  unseer  Amphibien
nöthig  ist,  so  fragt  sich,  ob  dieser  Umstand  nicht  auch
bei  Erzeugung  eines  Fisches,  Bogels,  vierfüssigen  Thieres, ¬
  oder  auch  eines  Menschen,  statt  finden  solte,  oder
kan  man  nicht  allgemein  sagen,  daß  diese  kleine  Menge
Saamen,  welche  die  Natur  zur  Entwikkelung  unserer
Amphibien  brauchet,  auch  mit  eben  derselben  Sparsamkeit ¬
  bei  allen  andern  Thieren  angewendet  werde?  Diese
ohne  Zweifel  höchst  wichtige  Frage,  ist  um  destomehr
fähig,  unsere  Wißbegierde  zu  reizen,  je  weniger  wir
dieselbe  aufzulösen  im  Stande  sind,  weil  uns  dazu  die
nöthigen  Beweise  gänzlich  fehlen.  Ich  finde  die  Sache
möglich,  ja  selbst  wahrscheinlich,  und  zwar  durch  ein
Beispiel,  welches  ich  schon  angeführt  habe,  aber  nicht
weiß,  ob  es  hier  so  zugehe.  Der  Grund  meiner  Unwissenheit ¬
  beruht  auf  der  Menge  der  Mittel,  welche  die
Natur,  ihre  Endzwekke  zu  beweisen,  anwendet.  Und
warum  solte  sie  nicht  verschiedene  Dosen  Saamen,  die
Thiere  zu  befruchten,  nach  der  verschiedenen  Natur  ihrer ¬
  Arten,  anwenden?  Um  über  diesen  Umstand  etwas  zu
erfahren,  muß  man  dasjenige,  was  sich  in  unsern  Amphibien ¬
  bemerken  läßt,  mit  dem,  was  man  in  den  verschiedenen ¬
  Thierarten  beobachten  kan,  vergleichen,  wie
z  B.  in  einem  gewissen  Insekte,  Fische,  Vogel,  vierfüssigem ¬
  Thiere;  alsdann  wird  man  sich  richtige  Begriffe
über  diesen  Gegenstand  machen  können,  allin  das  ist
es
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