Full text : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

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Bemerkungen.
Siebende  Bemerkung.
§.  157.
Dieser  kleine  Theil  Saamen,  der  die  Larven  belebt,
hat  aber  dennoch  seine  bestimten  Kräfte.  Ich  habe  genau ¬
  bemerkt,  wie  oft  derselbe  zur  Belebung  fähig  wäre
§.  144.,  145.;  woraus  man  schließen  kan,  daß  er
nicht  allzeit  gleiche  Kräfte  besäße,  und  daß  ich  die  Larven ¬
  bisweiien  vergeblich  damit  benezte:  aber  ich  habe
davon  noch  einen  strengern  Beweis  gehabt.  Jch  brachte =
  auf  ein  Stükgen  Glas  einen  Tropfen  Saamen,  und
zog  ihn  vermittelst  einer  Radelspitze  über  ein  Theil  der
Fläche  desselben,  und  machte  daraus  einen  sehr  subtilen
und  fast  unsichtbaren  Faden,  eines  Zolles  lang,  sodann
nahm  ich  verschiedene  Schleimkügelgen,  welche  ich  diesen =
  Faden  berühren  lies,  einige  zur  Hälfte  ihres  Umfangs, ¬
  andre  zum  Drittel,  oder  auch  nur  zum  vierten
Theile:  die  Larven  aus  den  Kügelgen,  die  nur  zur  Hälfte ¬
  gedachten  Faden  an  sich  genommen  hatten,  kamen
nicht  alle  um,  einige  wurden  belebt,  keine  aber  von  denen, ¬
  die  nur  von  dem  Faden  zum  dritten  oder  vierten
Theil  ihrer  Fläche  waren  benetzet  worden,  konten  zum
Leben  kommen.  Dieser  Versuch  stimt  mit  dem,  aus  dem
§.  143.  überein,  wo  ich  sagte,  daß,  wenn,  an  statt  drei
Gran  Saamen,  mit  achtzehn  Unzen  Wasser  zu
vermischen,  man  diese  mit  zwei  oder  drei  Pfund  vermengen ¬
  wolte,  die  Anzahl  der  sich  entwikkelnden  Larven, ¬
  weit  kleiner  sein,  und,  daß  sie  sich  in  Verhältniß
des  vermehrten  Wassers  weit  mehr  vermindern  würdeDaher ¬
  ist  es  ganz  ausgemacht,  daß  der  Saamen  nur
wirken  kan,  wenn  er  in  bestimter  Quantität  angebracht
wird,
            
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