Zeugungsgeschichte des grünen Wasserfrosches.
§. 3.
Diesen hier beschriebenen Wasserfrosch muß man
nicht mit demjenigen verwechseln, den Rösel, *) den
grünen Wasserfrosch nennt. Um sich den Unterschied ¬
recht bekant zu machen, darf man nur die schönen
Abbildungen in seinem Werke betrachten. Der von Röseln ¬
angegebne Frosch, ist viel größer als alle übrige,
und der unsrige viel kleiner, ja kaum zum dritten Theile
so groß, als jener, der doch nicht der größeste in seiner Art
ist: über dieses ist auch jener mitten auf dem Rükken
mit drei deutlichen goldgelben Streiffen, die Länge hinunter ¬
stark gezeichnet: bei dem unsrigen**) aber findet ¬
man davon nicht die mindeste Spur.
§. 4.
In der Lombardei fängt sich die Laichzeit dieses
Frosches schon im April an, und hört im May wieder
auf, doch hängt der frühere oder spätere Anfang, und
die Dauer derselben, auch von dem Eintritt der warmen ¬
Witterung ab. Um diese Zeit wird uns das unabläßige ¬
Avaken dieser Frösche oft äußerst beschwerlich.
Wenn man ihre Eier, noch vor ihrer Reife oder Vollständigkeit, ¬
im Herbste, ober zu Ende des Frühlings untersucht, ¬
so findet man sie im Eierstokke beisammen, der
aus zwei abgesonderten Theilen besteht, wovon jeder,
in noch kleinere zertheilt ist, die alle von einer besondern
Haut
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) Hist. Natur. Ranar. Novembr. 1758.
*) Bei lebendigen Fröschen beider Arten, seht man
diesen Unterschied noch deutlicher.