Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

208  II.  Abhandlung.  Viertes  Kapitel.
Gran  Saamen,  mit  zwölf,  oder  gar  achtzehen  Unzen
Wasser  vermischt,  das  Befruchtungsvermögen  dieser
Mischung  in  solchem  Maaße  mittheilen,  daß  die  darein
gelegten  Larven,  in  demselben  belebt  werden  §.  142,
143.  Unterdessen,  da  diese  drei  Gran  Saamen  in  der
ganzen  Menge  Wasser  verbreitet  sind,  so  sieht  man
leicht  ein,  wie  bei  dieser  großen  Vertheilung  desselben
seine  Theilgen  aus  einander  gesezt  sind,  und  wie  wenige ¬
  derselben  die  Larven  berühren  können.  Es  giebt
noch  andere  Umstände,  welche  ebenfals  die  befruchtende ¬
  Eigenschaft  des  Saamens  beweisen,  wenn  sie
auch  gleich  in  sehr  geringer  Menge  vorhanden  ist;  wie
ich  das  auch  schon  gezeiget  habe,  daß  ein  Wasserkügelgen ¬
  im  Durchmesser  don    einer  Linie,  welches  von
den  achtzehen  Unzen  Wasser,  dem  man  drei  Gran  Saamen =
  beigemischt  hatte,  genommen  war,  dennoch  Larven ¬
  befruchten  konte  §.  141,  144.  Ich  wolte  nun  das
Verhältniß  zwischen  der  Größe  einer  noch  unbefruchteten ¬
  Froschlarve,  welche  ohngefähr    einer  Linie  im
Diameter  hält,  und  der  Größe  der  Saamenpartikkelgen, ¬
  die  in  einem  Wasserkügelgen  von    verbreitet
sind,  bestimmen:  bei  dieser  Untersuchung  fand  ich,  daß
die  Größe  der  Larve  sich  zur  Größe  des  Saamenpartikkelgens, ¬
  in  einem  Wasserkügelgen  verhält,  wie
1,064,  zu  1;  woraus  man  sieht,  wie  klein  die
Masse  des  Saamens  in  Betrachtung  der  Masse  einer
noch  unbefruchteten  Larve  gefunden  wird.  Dieses  Resultat ¬
  veranlaßte  mich  noch  zu  einer  anderweitigen  Untersuchung; ¬
  nämlich,  wie  groß  das  Gewicht  der  in  einem
Wasserkügelgen  verbreiteten  Saamenpartikelgen  wohl
sein
            
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