Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

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Bemerkungen.
seine  große  Reizbarkeit,  welche  von  der  Beschaffenheit ¬
  ist,  daß  ihm  ein  mechanisches  und  reizendes  Mittel ¬
  seine  Bewegung  wiedergiebt,  wenn  alle  andre  Muskeln ¬
  gar  keiner  mehr  fähig  sind,  dieses  alles  sage  ich,
nimt  mich  vor  diese  Männer  ein.  Die  Saamenfeuchtigkeit ¬
  werde  ich,  diesem  zu  folge,  für  die  reizende  Flüssigkeit ¬
  halten,  welche,  indem  sie  zum  Herzen  der  Larve
dringt,  dasselbe  antreibt,  stärker  und  öfter  zu  schlagen,
und  den  Anfang  zu  einer  sehr  merklichen  Vergrößerung
der  Theile,  und  zu  dem  Leben,  das  auf  die  Befruchtung ¬
  folget,  verursachet.
Beides  hänget  von  der  Wärme  der  atmosphärischen ¬
  Luft  ab.  Der  aufgeklärte  Leser  sieht  im  Voraus,
daß,  je  wärmer  die  Witterung,  desto  geschwinder  die
Befruchtung,  und  je  kälter  erstere  ist,  desto  langsamer
leztere  von  statten  geht.  Die  zu  Anfang  des  Frühlings
befruchtete  Larven,  wie  z.  B.  der  Erdkröte  mit  rothen ¬
  Augen  und  warzigem  Rükken,  haben  zu  ihrer  Entwikkelung =
  verschiedene  Tage  nöthig,  und  wenn  die
Wärme  so  gering  ist,  daß  das  Thermometer  nur  einige
Grade  über  dem  Eispunkt  steht,  bleiben  die  Larven
zehen  bis  eilf  Tage  zurük.  Umgekehrt  aber  verhält  sich
die  Entwikkelung  der  Larven  bei  der  stinkenden  Kröte
und  den  Fröschen;  denn  diese  wird  schon  im  Mai  und
Juni  bewirket;  und  ich  habe  einstmals  bei  der  Wärme
von  ein  und  zwanzig  Graden  bemerket,  daß  diese  Thiergen ¬
  schon  in  vier  und  zwanzig  Stunden  belebt  wurden; ¬
  da  indessen  die  nämlichen  Larven,  welche  von
dem  Wasserfrosche  kamen,  sich  erst  nach  fünf  Tagen  entwikkelten, =
  weil  damals  das  Thermometer  nur  dreizehen ¬

            
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