Full text : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

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Bemerkungen.
ven  für  ganz  nakkend  gehalten  hätte,  wenn  mir  nicht
die  sie  umgebende  Haut  schon  bekant  gewesen  wäre;
ich  entdekte  weder  Oeffnungen  noch  Kanäle,  die  Larven
gewährten  mir  den  näinlichen  Anblik.  Ein  noch  viel
stärkeres  Glas  ließ  mich  nichts  mehr  entdekken.  Ich
befreite  die  Larven  von  ihrem  Schleime,  und  wenn  sie
volständig  waren,  fand  ich  doch  nichts  von  dem,  was
ich  suchte;  endlich  wolte  ich  wissen,  ob  ich  glüklicher
sein  würde,  wenn  ich  sie  ihrer  innern  Theile  beraubte;
ich  verwundete  sie  mit  einem  sehr  spitzigen  Instrumente, ¬
  und,  indem  ich  sie  ein  wenig  drükte,  preßte  ich
aus  ihnen  eine  halbflüssige  Feuchtigkeit,  die  sie  enthielten, ¬
  daß  weiter  nichts  als  die  Haut  der  Larve  übrig
blieb;  diese  Haut  legte  ich  anfangs  unter  eine  schwache,
hernach  unter  eine  stärkere  Linse,  und  nunmehr  konte
man  eine  Menge  heller  Punkte  wahrnehmen,  welche
ich  für  soviel  kleine  Oeffnungen  halten  konte;  diese  Entdekkung =
  bestätigte  sich  an  den  Larven  der  Kröten.  Hieraus ¬
  folgt,  daß  es  eine  Menge  kleiner  Oeffnungen  in
den  Larven  giebt,  welche  die  Saamenfeuchtigkeit  des
Männgens  einsaugen  können.  Diese  kleinen  Oeffnungen, =
  die  ich  auf  der  Haut  der  Larven  entdekt  habe,
erklären  das  angezogene  Phänomen,  nämlich  die  Befruchtung =
  der  Larven,  welche  durch  das  Berühren  des
Saamens  auf  allen  Punkten  der  Oberfläche  einer  Larve
geschieht;  es  mag  nun  dasselbe  am  Kopfe,  am  Bauche
oder  Schwanze  geschehen,  weil  der  Saamen,  wenn
er  durch  den  Schleim  gedrungen  ist,  auf  der  Hauts  der
Larve  überall  Oeffnungen  findet,  welche  ihn  zu  derselben ¬
  leiten  und  sie  befruchten  müssen.
Dritte
            
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