Einleitung.
zwar, wie ich gern gestehe, schon vor mir nicht ohne
Erfolg von andern gemacht worden, nur aber dünkt
mich, daß man dabei nicht die Absicht gehabt habe, die
Mittel zu entdekken, deren sich die Natur zu Befruchtung ¬
der Pflanzen bedient.
Indessen muß ich bekennen, daß Geschäfte von einer ¬
ganz andern Art mich abgehalten haben, diese Untersuchungen ¬
weiter fortzusetzen, doch aber habe ich
andre Naturforscher aufgefordert, in diesen Versuchen
weiter zu gehen, und eine Arbeit fortzusetzen, bei welcher ¬
ich wenigstens die Bahn gebrochen, und die Mittel =
zu Ausführung derselben angegeben habe.
Jederman sagt: das Zeugungsgeschäft sei ein Geheimniß, ¬
das mehr der Gegenstand unsrer Bewundrung, ¬
als Untersuchung seyn müsse: allein diese Meinung ¬
ist blos eine Ausflucht für unthätige und zum
Nachdenken unaufgelegte Köpfe.
Wenn man das Geheimniß der Erzeugung, wie es
in vorigen Zeiten vorgetragen wurde, betrachtet, so
muß freilich jederman eingestehen, daß es damals
noch in tiefster Finsterniß begraben lag. Allein Haller
und Bonnet haben jene Dunkelheit aufgehellt: und ob
ich gleich weit entfernt bin zu glauben, daß dieß verborgene ¬
Naturgeschäfte durch mich ganz aufgedekt sei, so
schmeichle ich mir doch wenigstens etwas zur Aufklärung
desselben beigetragen zu haben. Der Leser mag urtheilen, ¬
ob diese Hoffnung gegründet, oder ob sie blos Wirkung ¬
einer täuschenden Eigenliebe sei.
Erste
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