186 II. Abhandlung. Drites Kapitel.
§. 143.
Man wird leicht errathen, daß ich auch hierbei nicht
stehen blieben bin, sondern daß ich auch den Versuch durch
Vermehrung des Wassers bei dieser Mischung so weit getrieben ¬
habe, bis das Verhältniß des Saamens so geringe
war, daß er endlich seine befruchtende Kraft gänzlich verlohr. ¬
Indem ich alle Umstände des vorigen Versuches
vollkommen beobachtete, vermehrte ich blos die Menge
des Wassers, und nahm jezt statt eines Pfundes achtzehn ¬
Unzen; allein die Larven entwikkelten sich in jeder
Höhe des Wassers so gut, als bei dem vorigen Versuche.
Diese Menge von achtzehn Unzen, schien mir aber die
größte, für drei Gran Saamen zu sein, die man, ohne
die befruchtende Eigenschaft zu schwächen, nehmen
durfte, weil in dem Falle, wo ich zwei Pfund Wasser zu
drei Gran Saamen mischte, die Anzahl der sich entwikkelten ¬
Larven abnahm, und noch schwächer wurde
die Zahl, wenn ich drei Pfund Wasser zu drei Gran
Saamen that; vier Pfund Wasser aber verminderten
allerdings die Menge der sich entwikkelten Larven
noch weit mehr. Endlich war es höchst bewundernswürdig, ¬
daß sich noch immer einige Larven entwikkelten, ¬
wenn auch schon die Menge Wasser zwei und
zwanzig Pfund gegen drei Gran Saamenfeuchtigkeit ¬
betrug.
§. 144.
Wir haben nun gesehn, wie wenig Saamen erfordert ¬
wird, die Befruchtung zu bewirken. Ein Tröpfgen ¬
von lauterm Saamen an einer Nadelspitze, ist
schon dazu hinlänglich genug. §. 140. Aber auch nur
drei