Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

176  II.  Abhandlung.  Drittes  Kapitel.
Saamen  sich  ins  Wasser  ergossen  haben  muste,  weil
auch  dieses  Tröpfgen  hinlänglich  wäre,  die  Larven
zu  beleben.
Drittes  Kapitel.
Von  der  künstlichen  Befruchtung,  bei  dem  Laub=  und
Wasserfrosche.
§.  138.
So  klein  auch  die  Anzahl  der  Versuche,  in  Rüksicht ¬
  auf  die  künstliche  Befruchtung  der  Wasser=Salamander ¬
  gewesen  ist,  so  kan  ich  doch  eine  eben  nicht  viel
größre,  in  Ansehung  des  Laubfrosches  liefern,  und
zwar  nicht  allein  der  Schwierigkeit  wegen,  die  man  in
der  Entwikkelung  ihrer  Früchte  erfährt,  wie  man  aus
dem  129sten  Paragraph  ersieht,  sondern  auch  noch
aus  der  seltenen  und  geringen  Anzahl  dieser  Thiere.
Ich  habe  überhaupt,  während  dieser  meiner  Versuche,
nicht  mehr  als  vier  Stük  bekommen  können.  Daher
muß  ich  dem  Leser  sagen,  daß  ich  die  künstliche  Befruchtung =
  nur  bei  vier  Laubfröschen  in  ihrer  Begattung  durch
den  Saamen  des  Männgens,  und  durch  die  Feuchtigkeit ¬
  aus  den  Hoden  habe  bewerkstelligen  und  bestätigen =
  können.
Ich  will  mich  also  nicht  länger  hierbei  aufhalten,
sondern  mich  nunmehro  zu  den  grünen  Wasserfröschen
wenden,  die  man  sehr  häufig  in  den  Gegenden  um
Pavia  antrift,  diese  haben  mir  alle  Mittel  an  die  Hand
gegeben,  soviel  Versuche  zu  machen,  als  ich  nur  gewünscht ¬

            
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