Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Künstl.  Befruchtung  des  Wasser=Salamanders.  173
die  meisten  Larven,  der  Befruchtung  ohngeachtet,  verdarben, ¬
  wie  ich  mehr  als  hundertmal  gesehn  habe.
Allein  bringt  denn  das  Wasser  in  so  kurzer  Zeit
so  große  Wirkung  hervor,  da  man  doch  die  Larven
an  einem  troknen  Orte,  oder  in  der  Gebärmutter,  viele
Stunden  erhalten  kan,  ohne  daß  sie  darum  unfruchtbar =
  werden?  Um  diese  Schwierigkeit  zu  heben,  müßte
man  sorgfältig  beobachten,  was  für  eine  Veränderung
die  Larven,  oder  der  sie  umgebende  Schleim,  während
ihres  Aufenthalts  im  Wasser,  erleiden  möchten.  Ich
habe  schon  oft  angeführt,  daß  die  Larven  mit  ihrem
Schleiine,  wie  zwei  runde  sehr  lange  Schnuren  gestaltet ¬
  wären,  welche  das  Weibgen  von  sich  läst.  Diese
Schnuren  fallen,  sobald  sie  nur  das  Wasser  berühren,
zu  Boden;  aber  wenn  es  warm  ist,  kommen  sie  nach
wenig  Stunden  in  die  Höhe,  und  schwimmen  allzeit
oben  auf;  und  das  geschieht,  weil  sie  aufschwellen;
und  leichter  werden:  man  kan  ihr  Aufschwellen  deutlich =
  wahrnehmen,  wenn  man  ein  gut  Augenmaß  von
den  Schnuren,  vor  ihrer  Untertauchung,  genommen
hat:  dieses  Wachsthum  kan  durch  nichts  anders,  als
durch  das  Wasser  verursacht  werden,  welches  in  den
Schleim  der  Schnuren  eindringt,  sie  erweitert,  vergrößert, ¬
  und  sie  in  einen  größern  Raum  ausdehnt,
weil  diese  Schnuren  im  Troknen  sich  eben  nicht  merklich ¬
  vergrößern,  und  diejenigen,  die  im  Wasser  gelegen ¬
  haben,  auch  Feuchtigkeit  genug  beim  Zusammendrükken =
  von  sich  geben.  Daher  kömt  es  dann  auch,
daß  das  Wasser  die  Befruchtung  hindern  kan,  weil
der  Saame,  um  die  Larven  zu  befrüchten,  den  Schleim,
det
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer