Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Künstl.  Befruchtung  des  Wasser=Salamanders.  167
dreißigsten  Paragraph  gesagt  worden,  vergleiche;  so
kömt  es  mir  vor,  als  ob  einerlei  Ursache,  sowohl  den
Saamen  selbst,  als  auch  den  Saft  der  Hoden  unfruchtbar =
  mache:  welches  auch  ganz  natürlich  ist,  weil  der
Saamen  großentheils  aus  dem  Hodensafte  besteht,  in
welchem  ich  auch  fast  allzeit  kleine  Saamenthiergen
gefunden  habe:  und  das  giebt  uns  auch  zu  erkennen,
warum  die  Larven,  die  mit  dem  Hodensafte  solcher  Kröten, ¬
  welche  lange  abgesondert  hatten  leben  müssen,
auch  fast  niemals  belebt  wurden;  es  war  nicht  allein
die  allzu  kleine  Menge,  sondern  auch  die  mangelnde
Kraft  schuld  daran.  Es  war  auch  vergeblich,  Larven
mit  dem  Safte  solcher  Kröten  zu  befruchten,  die  zur
Erzeugung  noch  nicht  alt  genug  und  zur  Begattung
fähig  waren:  auch  derjenige  Saft,  der  in  Thieren,  die
zur  Erzeugung  untüchtig  geworden  sind,  gefunden  wird,
hat  seine  befruchtende  Eigenschaft  verlohren.
§.  134.
Bei  allen  bisher  beschriebenen  künstlichen  Befruchtungen, =
  habe  ich  allzeit  reine  Saamenfeuchtigkeit,  wie
auch  Hodensaft,  ohne  alle  Vermischung  aus  verschiednen
Amphibien  angewendet;  nun  untersuchte  ich  auch,  was
sich  bei  den  Befruchtungen  zeigen  würde,  wenn  ich  gedachte ¬
  Befruchtungssäfte  mit  andern  verschiednen  Dingen =
  vermischte.
Ich  glaubte,  der  geringe  Unterschied  zwischen  dem
Safte  aus  den  Hoden  und  dem  Saamen  selbst,  würde,
wenn  man  diese  Substanzen  vermischte,  und  die  Befruchtung ¬
  mit  dieser  Vermischung  anstelte,  derselben ¬

84
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer