Künstl. Befruchtung der stinkenden Erdkröterc. 151
die ich aus der Mutter genommen, theils solche,
die das Weibgen auf dem natürlichen Wege von sich
gegeben hatte. Der Erfolg hätte nicht glüklicher sein
können, denn sie kamen nach Wunsche zum Leben; und
bei Wiederholung dieses Versuches hatte ich auch allzeit ¬
gleiches Glük. Ich stelte eine Vergleichung zwischen ¬
der befruchtenden Eigenschaft des Saamens und
der Feuchtigkeit der Hoden an und fand, daß die
durch diese beiden Feuchtigkeiten befruchteten Larven
gleichmäßig geschwind zum Leben gelangten, nur mit
dem Unterschiede, daß die Feuchtigkeit aus den Hoden
deren wenigere belebte, ohne daß man dennoch bestimmen =
konte, ob es vom Mangel hinlänglicher Wirksamkeit, =
oder wegen ihrer Zähigkeit geschähe, die ihr das
Vermögen raubte, sich eben so über die Larven, wie
die Saamenfeuchtigkeit selbst, zu verbreiten.
§. 126.
Indem ich mit der Ausarbeitung dieses Kapitels
im Monath Mai 1780 beschäftigt war, brachte mir ein
Fischer eine Art von Kröten, deren Erzeugung ich noch
nicht beschrieben habe, weil ich sie zuvor noch nicht
kante: ich glaube aber doch, daß es nicht überflüssig
sein wird, eine kurze Beschreibung von ihr zu geben.
Diese Kröte ist viel kleiner, als die stinkende Erdkröte,
sie hat zwar die Farben derselben, aber unter dem
Bauche ist sie etwas weisser: diese zwei Kröten machen
indessen doch zweierlei Arten, in Ansehung ihres Baues
und ihrer übrigen Eigenschaften halber. Die Haut der
stinkenden Erdkröte, ist auf dem Rükken wie Fischhaut
(chagrin), ihre Gestalt ist länglicht, und im Gehen hüpft
sie,
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