II. Abhandlung.
Erstes Kapitel.
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men befeuchtet worden waren: nur eine geringe Anzahl
wurde belebt, sobald ich einen Theil des Schleims von
den noch unbelebten Larven wegnahm. Einmal, als ich
ein sich begattendes Weibgen öffnete, fand ich die Larven ¬
im Unterleibe, sie waren schwarz wie sie bei ihrer
Reife aussehen, aber sie waren nicht mit Schleim
überzogen, weil sie nicht durch die Röhren der Eier gegangen ¬
waren. Diese Früchte kamen auch nicht zum
Leben, ob ich sie gleich mit männlichen Saamen
benezt hatte.
§. 124.
Aus eben der nur gedachten Ursache können die Larven, =
welche aus dem Eierstokke genommen werden, wenn
man sie gleich auf angezeigte Art befeuchtet, sich nicht entwikkeln. ¬
Die Eierstökke bestehen aus zwei größern Theilen,
die von kleinern zusammengesezt sind: dieses Behältniß ist
mit den zarten Larven ganz angefült, und sie bleiben so
lange an diesem Orte, bis die Mutter auf dem Punkt
ist, ihr Geschlecht fortzupflanzen: alsdenn reissen sie
sich von den kleinen Stielen, die sie mit dem Eierstokke
verbinden, los, um durch die Röhren in die Gebärmutter ¬
zu gelangen. Ich nahm nun auch verschiedne Larven, ¬
die vom Eierstokke sich loszureissen auf dem Punkt
waren, befeuchtete sie mit männlichen Saamen, aber
allzeit ohne Erfolg. Dieser Versuch erwekte bei mir
eine besondre Idee. Ich hatte bemerkt, wie einigen
Frosch= und Krötenweibgen der Unterleib an den Orten, ¬
wo die Eierstökke lagen, während der Begattung
aufplazte, und daß sie, ungeachtet dieses fatalen Zustandes, ¬
nicht sogleich starben, sondern doch noch ihre zwei
Lar¬