II. Abhandlung.
Erstes Kapitel.
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gewundener Schnure angefült war, welches sich allezeit =
so verhält, wenn sie durch den After abzugehn anfängt: =
alsdenn zog ich einen Theil durch den After heraus, =
und befeuchtete sie mit dem Saamen des Männgens, =
that sie in ein Gefäße mit Wasser, und brachte
den Rest der Schnure, welcher noch in der Gebärmutter =
war, zu gleicher Zeit in ein ander Gefäß mit Wasser,
aber diese leztern entwikkelten sich nie, da diejenigen, die
ich befeuchtet hatte, allezeit belebt wurden und ausschlüpften. =
Die Larven also, die in die Gebärmutter schon gekommen ¬
waren, hatten auch die zur Befruchtung nöthige =
Reife erlangt.
Während der Zeit, als ich diese Versuche machte,
fiel mir ein Umstand vor, der es verdient, daß ich ihn
anführe; nachdem ich den Saamen dieser Kröten oft
durchs Mikroskop betrachtet hatte, fand ich in demselben =
eine Menge Saamenwürmer, die ebenfals länglicht =
wie bei den Fröschen aussahen, und welche in ihrer =
Bewegung von Ort zu Ort ein Zittern zeigen und
ihren Körper in etwas winden oder drehen; doch
aber habe ich diesen Saamen auch zweimal ohne Würmer =
gesehen, und wenn ich die aus der Mutter gezogene =
Larvenschnuren, mit diesem Saamen ohne Würmer =
benezt hatte, so wurden sie eben so gut befruchtet,
als wenn sie mit Saamen, der Saamenwürmer hatte,
befeuchtet worden waren.
§. 123.
Hierauf unternahm ich die Versuche mit denen in
den Röhren der Eier noch eingeschlossenen Larven, welche =
darinne sind, während sich die Weibgen begatten.
Hier soll der Erfolg dieser meiner Versuche erscheinen.
Wenn