Prüfung einiger andrer Einwürfe, rc. 123
der Mutter recht anschaulich zu machen, stellt er auf
seinen Kupfern ein Männgen in der Begattung mit seinem =
Weibgen recht nach dem Leben vor, und zwar so,
wie die Eier abgehen, und der Saame sie befeuchtet,
wie man auf der Fig. 2. Platte XIII. siehet. Hr.
Pirri solte diese wichtige Beobachtung nicht verschweigen, =
oder vielmehr diesen Einwurf sich ersparen.
Wenn ihm aber dennoch einige Zweifel übrig bleiben,
darf er nur die ersten vier Kapitel gegenwärtiger
Schrift lesen.
§. 114.
Ich wende mich nun zu einem zweiten Einwurf
meines Gegners. Wenn ich von der Präexistenz der
Larve vor der Befruchtung rede; so verstehe ich unter
der Larve nichts anders, als die zarte Frucht des Fresches, ¬
oder den Frosch, der in der Hülle der Larve verborgen ¬
ist. Herr Pirri aber macht aus der Larve
und aus dem Frosche zwei unterschiedne Thiere, und
schlüßt daher: „dieser Umstand könne eben kein so gar
„überwiegender triumphirender Beweis wider die Epi„genese ¬
sein, weil sich der Abt Spallanzani dessen nicht
„bedienen kan, ohne in einen unglaublich großen Irr„thum ¬
zu verfallen. Er hat nämlich das Ansehen oder
„die Gestalt der Lavve mit der Gestalt des Frosches
„verwechselt, und darin einen Fehler begangen, daß er
„glaubt, der Frosch und die Larve wären nur ein und
„dasselbe Thier."
Ich habe vermuthet, daß meine Schrift über die
thierischen Wiederhervorbringungen verlohrner Glieder, =