Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Prüfung  einiger  andrer  Einwürfe,  rc.  121
ein  kleiner  Fortsatz  oder  Vorragung  verlängere,  und
verhältnißmäßig  mit  der  zunehmenden  Larve  fortwachse: ¬
  daß  sich  dieses  bei  den  befruchteten  Larven,  aber
gar  nicht  bei  den  unbefruchteten  ereigne,  weil  diese  keinen ¬
  Schwanz  haben,  obgleich  Hr.  Pirri  sich  einbildet,
daß  ich  ihnen  einen  gegeben  hätte.
Zum  Vierten,  führt  mich  Hr.  Pirri  ferner  redend ¬
  ein:  „daß  in  befruchteten  Eiern  die  Larven  mehr
„Bewegung  und  Leben  zeigten,  in  unbefruchteten  Eiern
„aber  im  tiefen  Schlafe  lägen;"  da  ich  doch  vom  tiefen
Schlafe  der  unbefruchteten  Larven  gar  nichts  gesagt
habe,  sondern  weit  entfernt  bin,  einer  Bewegung  der
Larven  gleich  nach  ihrer  Befruchtung  Erwähnung  zu
thun,  vielmehr  sag  ich  das  Gegentheil,  wie  man  aus
dem  Vorberichte,  den  ich  angeführt  habe,  ersehen ¬
  kan.
5.  113.
Ich  will  nunmehr  die  Einwürfe  des  Hrn.  Pirri
untersuchen:  ob  ihrer  gleich  verschiedne  sind,  so  können
sie  doch  auf  zwei  Sätze  gebracht  werden,  davon  der
eine  folgender  ist.  Meine  Entdekkung  der  Präexistenz
der  Larve  vor  der  Befruchtung  beruhe  auf  einer  Erfahrung, ¬
  die  ich  für  gewiß  angenommen  habe,  weil  sie  sich
auf  eine  Beobachtung  des  berühmten  Swammerdams ¬
  gründe,  der  bewiesen  hat,  daß  die  Befruchtung ¬
  bei  den  Fröschen  außerhalb  des  Körpers  geschehe,
und  daß  die  Eier,  so  wie  sie  allmählig  aus  dem  After
zum  Vorschein  kämen,  vom  Saamen  des  Männgens
befruchtet  werden.  Hr.  Pirri  erregt  wider  diese
Beohr
H5
            
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