120 I. Abh. Erster Abschnitt. Siebendes Kapitel.
sein. Es ist nicht zu läugnen, daß durch das Mikroskop ¬
manche Frrthümer entstanden sind, theils weil das
Instrument nicht von der besten Art, theils weil auch
der Beobachter nicht erfahren genug gewesen ist: allein
man muß doch auch zugeben, daß wir diesem Hülfsmittel =
die schönsten Entdekkungen in der Naturgeschichte
und Physik zu verdanken haben. Wolte jemand dieses
in Zweifel ziehen, so würde man an seinem Verstande
und Einsichten zweifeln müssen.
Herr Pirri sagt ferner: „daß ich sowohl in geslegten ¬
und befruchteten als in unbefruchteten Eiern
„in der Gebärmutter, Larven gefunden habe." Diese
Worte machen, daß meine Entdekkungen einen ganz
andern Sinn bekommen, als ich ihnen will gegeben
wissen. Ich habe gar nicht gesagt, daß sich Larven in
befruchteten sowohl als unbefruchteten Eiern befänden.
Aber ich habe geäußert, daß die eine und die andere
Art selbst Larven wären: der Ausdruk des Hrn. Pirri
sezt Eier voraus, der meinige aber ist gar nicht von
Eiern zu verstehen.
Drittens soll die Larve, die ich entdekt habe, wie
dieser Schriftsteller will, „den Schwanz über den
„Kopf gebogen, und sich durch ihre schwärzlichte Farbe
„ausgezeichnet haben." Was die Farbe anbelangt,
so habe ich nicht gesagt, daß sie schwärzlich wäre, sondern ¬
nur, daß die eine halbe Rundung der Larve
schwarz, und die andere Hälfte schmuzigweiß aussähe;
meine Worte enthalten auch nichts, daraus zu ersehen
wäre, daß der Schwanz dieses Thiergens über den
Kopf zurükgeschlagen sei, sondern nur, daß es sich wie
ein