118 I. Abh. Erster Abschnitt. Siebendes Kapitel.
„als sich nun das Ei vergrößert, erweitert sich auch das
„innerliche Häutgen, und die darin enthaltene Feuch„tigkeit ¬
nimt zu: die kleine Vertiefung und die beiden
„Erhöhungen verlängern sich noch viel mehr, aber nicht
„weit davon verliehren sie sich auf der einen Seite des
„Eies, welches nun die Gestalt einer kleinen länglich„ten ¬
Kugel angenommen hat: an dem einem Ende
„aber nimt man einen kleinen Anhang oder eine weitere
„abgesezte Hervorragung wahr. Inzwischen sieht man,
„daß so, wie die entgegengesezte weißliche Seite, die
„auch diese Farbe behält, aufschwilt, die schwarze nun„mehr ¬
sich krümt: und die gedachte Hervorragung an
„dem einem Ende länger wird; überhaupt aber sieht
„man nach nicht gar langer Zeit, daß gedachter An„hang ¬
oder Hervorragung den Schwanz der Larve vor„stelt, ¬
und die entstandene Krümmung an der schwar„zen ¬
Seite nichts anders als der Rükken, und die ge„genüberstehende ¬
aufgeschwollene Seite der Bauch ist:
„das andre Ende, dem Schwanze gegenüber, zeigt sich
„nun als der Kopf der Larve, wo man auch vorn die
„schon etwas kentliche Gestalt der Augen entdekt. Es
„zeigen sich auch zwei Erhöhungen, deren sich der
„Frosch bedient, um sich an glatte Körper zu halten,
„und auszuruhen, der Anfang des Mauls, und endlich
„auch zwei kleine Floßfedern, in welchen man schon den
„Umlauf des Blutes bemerkt.
„In diesen ersten Augenblikken giebt die Larve
„durch die Bewegung noch keine Lebenszeichen zu er„kennen, ¬
wenn man sie auch mit einer Nadel reizt
„oder auch die Sonnenstrahlen, im Brennpunkte einer
„Glaslinse gesammelt, darauf fallen läßt.
„Die¬