Full text : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Bemerkungen.
115
Dieses  sind  die  Gründe,  warum  ich  dem  Herrn
Gautier  nicht  beipfiichten  kan.  Ich  will  gar  nicht
gen,  daß  es  eine  Erdichtung  wäre,  ich  will  lieber  glauben, ¬
  daß  er  von  einer  falschen  Erscheinung  betrogen
worden  sein  mag;  welches  ihm  desto  eher  begegnen
konte,  da  er  auch  die  gemeinsten  Dinge  nicht  einmal
kante,  wie  man  aus  dem,  was  ich  angeführt  habe,
leicht  schließen  kan,  und  vornehmlich  aus  dem  Ausdruk, ¬
  wo  er  den  Schwanz  der  Larve  aus  derselben
Hinterfüssen  macht.
Solte  man  es  glauben?  Der  Verfasser  gedachter ¬
  Schrift,  trägt  kein  Bedenken  in  derselben  zu  sagen,
daß  die  Weibgen  der  Frösche  keine  Gebärmutter  hätten, ¬
  daß  bei  allen  Fröschen  die  Zunge  am  vordern
Rande  des  Gaumens  angewachsen  wäre;  die  Hoden
der  Männgen  nimt  er  für  ihre  Nieren,  und  so  dergleichen ¬
  Dinge  mehr,  deren  sich  die  ersten  Anfänger
in  der  Anatomie  schämen  würden.  Auf  eine  gleiche
Weise  ist  auch  dieser  Schriftsteller  von  Röseln  beurtheilt ¬
  worden:  denn  Leztrer  sagt  in  seinem  lateinischen ¬
  Werke:  Ich  unterstehe  mich  nicht  nur  Gautier
für  einen  sehr  schlechten  Zergliederer  der  Frösche  auszugeben, ¬
  sondern  trage  auch  kein  Bedenken  zu  sagen,
daß  er  überhaupt  keine  große  Kentniß  von  den  Fröschen
gehabt  haben  müsse.
H2
Sie¬
            
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